Abnehmen: Zu viel Bewegung hilft nicht!

Franziska Wissen

Franziska Wissen

2012 Studium an der Maastricht University (Master of Health Promotion and Health Education). Selbstständige Gesundheitswissenschaftlerin in Projekten der ganzheitlichen Gesundheitsförderung, u.a. in der Raucherentwöhnung, Tabak- und Alkoholprävention, Unternehmenscoaching (Ernährung, Bewegung und Stressmanagement). Mitglied des Vorstandes bei der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung (DGPE).
Franziska Wissen

Die Anfang des Jahres 2016 erschienene Studie von Pontzer beschäftigt sich mit einem interessanten Themenbereich:

Der Zusammenhang von körperlicher Bewegung und Kalorienverbrauch – ist er wirklich linear?

 

Hintergrund 

Übergewicht ist nicht nur einer der vier Faktoren des „Metabolischen Syndroms“ sondern auch Risikofaktor für eine große Anzahl Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, Atembeschwerden, Herzkrankheiten, Gicht, bestimmte Krebserkrankungen und Sexualhormonstörungen.

Deutschlandweit lebten laut einer Publikation des statistischen Bundesamtes im Jahre 2013 schon 23,6% der Bevölkerung mit einem BMI über 30 – Tendenz steigend. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten Gewicht zu reduzieren. Die meisten Empfehlungen basieren auf einer negativen Kalorienbilanz, d.h. mehr Kalorien zu verbrauchen als durch Nahrung aufzunehmen. Insbesondere spielt hier die körperliche Betätigung eine wichtige Rolle.

 

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Die aktuelle Studie (Januar 2016)

Die Arbeitsgruppe von Pontzer untersucht in einer Querschnittsstudie 332 Männer und Frauen (55% weiblich) im Alter von 25 – 45 Jahren in fünf unterschiedlichen Populationen (Afrika und Nordamerika). Ziel der Forschergruppe war es den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Kalorienverbrauch zu untersuchen. Hierzu wurden 7 Tage lang die Aktivität und der Energieverbrauch der Teilnehmer gemessen.

Das Ergebnis zeigt:

  • Studienteilnehmer mit moderater Aktivität verbrauchen mehr Kalorien als diejenigen die sich primär im Sitzen aufhielten
  • Diejenigen, die sich mehr als moderat bewegt haben, verbrauchen keine zusätzlichen Kalorien

Die Originalstudie können Sie hier nachlesen

Fazit:

Diese Studie bestätigt wieder einmal, dass Sport wichtig ist, „mehr“ Sport jedoch nicht immer gleich zu „besseren“ Ergebnissen im Bereich Gewichtsreduktion führt. Wie in vielen anderen Lebensbereichen kommt es auch beim Thema Bewegung und Abnehmen auf die Kombination verschiedener Faktoren an. An dieser Stelle ist natürlich insbesondere die Ernährung zu nennen. Es ist wesentlich leichter, Kalorien bei der Zufuhr einzusparen als Kalorien zu verbrennen. Andererseits führt eine Zunahme an Muskulatur nachweislich zu einer Erhöhung des Grundumsatzes. Dies wiederum bedeutet einen höheren Kalorienverbrauch  – selbst im Schlaf.

Finden Sie daher für sich den richtigen Weg, den Sie dauerhaft in Ihr Leben integrieren können. So werden Sie Freude daran haben, ihren Lebensstil nachhaltig zu verändern!

 


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Erscheinungsjahr 2015


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