Kurzgefasst: Auch das Gehirn braucht Vitamin D – Uwe Gröber

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz.

https://www.youtube.com/watch?v=99XzowIQiv0

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Zur Physiologie des Vitamin D: Es ist ein Prohormon und wirkt über die Wechselwirkung mit Rezeptoren. Für eine funktionierende Wechselwirkung ist vor allem die Retinsäure (Vitamin A) wichtig. Ebenso spielt ein ausreichender Magnesiumspiegel eine Rolle für die Wirksamkeit von Vitamin D. Die Studienlage für die verbesserte Wirkung von Vitamin D zusammen mit Vitamin K2 ist dagegen bisher nicht ausreichend.
  • Wirkung im Gehirn: Die Expression des Vitamin D-Rezeptors findet sich in zahlreichen Regionen des Gehirns (z.B. Hypothalamus, Hypocampus und Substancia nigra). Diese Regionen sind u.a. involviert in die Entwicklung von Parkinson, Demenz und ADHS. Funktionen des Hormons sind hier z.B. die Regulierung der Gehirnmorphologie, eine antioxidative und antientzündliche Wirkung sowie die Differenzierung und Reifung von Nervenzellen.
  • Wechselwirkung: Vitamin D hat einen positiven Effekt auf die Verfügbarkeit des Nervenwachstumsfaktors BDNF (brain-derived neurotrophic factor). Dieser schützt die Nervenzellen z.B. vor Stress. Hierbei wirkt es vor allem in Kombination mit dem Hormon Progesteron neuroprotektiv.
  • Schwangerschaft: Ein Vitamin D-Mangel der Mutter ist fatal für das Gehirn des ungeborenen Kindes: er führt u.a. zu verlangsamter mentaler und psychomotorischer Entwicklung und zu Sprachstörungen. Auch die Eisenverwertbarkeit in der Schwangerschaft, die wichtig ist für die Blutbildung, wird durch Vitamin D stark unterstützt .

Fazit: Vitamin D fördert die Hirngesundheit in allen Lebensabschnitten. Ein ausreichender Vitamin D-Spiegel ist somit eine wichtiger Baustein bei der Prävention neurodegenerativer Erkrankungen wie der Alzheimer Demenz.


Und jetzt noch passende Literaturtipps: 


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