Kurzgefasst: Hormone – Gehirn und Neuroregeneration. Johannes Huber

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz

https://youtu.be/QH-JrrNrkD8

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Der Wiener Prof. Dr. Johannes Huber ist als Gynäkologe Profi auf dem Gebiet der weiblichen Hormone, im Mittelpunkt des Vortrags steht das Hormon Progesteron.
  • Progesteron ist das Haupthormon der Schwangerschaft sowie dominierend in der zweiten Zyklushälfte.
  • Es wirkt v.a. am GABA-Rezeptor und wird nicht nur in den Eierstöcken sondern auch im Gehirn gebildet.
  • Seine volle Wirkung kann es nur in Kombination mit ausreichend Vitamin D erzielen, da beide Hormone dual an gleichen Rezeptoren wirken.
  • Die Wirkungen des Progesterons sind vielfältig. Als „endogenes Psychopharmakon“ wirkt es beruhigend und stimmungsaufhellend.
  • Progesteron in der Schwangerschaft bewirkt u.a. die Myelinisierung ( Ummantelung von Nervenzellen) des Kindes in der Gebärmutter. Einerseits macht man sich diese Erkenntnis therapeutisch zu Nutze, indem man Frühchen Progesteron verabreicht. Andererseits kann Progesteron im Alter als „Anti-Aging“ Hormon der Zerstörung weißer Gehirnmasse durch Stimulation der Bildung neuer Nervenzellen entgegenwirken.
  • Der neuroprotektive Effekt des Progesterons ist außerdem an Frauen mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma belegt: diese haben eine bessere Prognose, wenn das Trauma in die progesterondominante Zyklushälfte fällt.
  • Progesteron wirkt auch antiinflammatorisch, neue Therapieansätze sind hier die Verabreichung als Nasenspray bei Alzheimer Patienten.
  • Das Abfallen der Hormone Östrogen und Progesteron in der Perimenopause (jene Zeit des Klimakteriums, die ein bis zwei Jahre vor und nach der eigentlichen Menopause liegt) kann eine Verkleinerung des Hippocampus sowie depressive Verstimmung bewirken.

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