Kurzgefasst: Garantiert gesundheitsgefährdend – Wie uns die Zucker-Mafia krankmacht. H.U. Grimm

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz

https://www.youtube.com/watch?v=q39xLPg_-fw

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Zucker steht möglicherweise im Zusammenhang mit vielen Zivilisationskrankheiten wie Demenz, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen. Noch immer ist die wissenschaftliche Lage zum Thema Zucker nicht eindeutig. Ob es z.B. eine Zuckersucht gibt, ist medizinisch umstritten, was Zucker im Gehirn bewirkt ist jedoch erforscht: er besetzt hier die gleichen Rezeptoren wie beispielsweise Kokain.
  • Prof. Lustig aus den USA beschreibt Zucker als Teil eines „toxic environments“ (schädliche Umwelt). In vielen „nichtsüßen“ Industrienahrungsmitteln (u.a. Tütensuppe, Chips, Chiabattabrötchen) ist Zucker zugesetzt, ohne dass der Verbraucher es weiß. Zudem ist Zucker überall zugänglich, so beispielsweise ein Süßwarenautomaten in einem Kinderkrankenhaus auf der Diabetesstation.
  • Zucker ist in unserem Leben so allgegenwärtig, da die Zuckerförderung als staatliche Aufgabe und politisches Thema oberster Stelle gehandhabt wird, z.B. in Form der International Sugar Organisation. Die Zuckerlobby hat Einfluss bei den verschiedensten gesundheitspolitischen Treffen z.B. der WHO oder der United Nations.
  • Der Artikel aus dem Jahr 1998 „Carbohydrates in human nutrition“ (Autoren: WHO und Food and Agriculture Organisation of the United Nations) beschäftigt sich mit den Zusammenhang zwischen Zucker in Bezug auf Fettleibigkeit, Diabetes, Karies, Hyperaktivität bei Kindern etc. Die Erkenntnisse wurden in der Presse falsch wiedergegeben.
  • Die medizinischen Kosten von Diabetes betragen deutschlandweit 60 Milliarden Euro pro Jahr. Zudem gibt es weltweit gibt es ca. 30 Mio. Tote pro Jahr aufgrund „schlechter“ Ernährung. Von Seiten der Pharma- und Zuckerindustrie besteht ein Interesse, diese Zahlen aufrecht zu erhalten. Prof. Unschuld beschreibt dies als „Gesundheit als Ware“. Heutzutage ist für die Gesundheitswirtschaft der Kranke genauso wertvoll wie der Gesunde.
  • Dies spiegelt sich auch in Handlungen der EU wieder: gefördert wird sowohl die Diabetesforschung als auch die Zuckerlobby.
  • Fazit: Das Thema Zucker berührt so viele verschiedene Interessensgemeinschaften, dass eine objektive Analyse der medizinischen Daten bis zum heutigen Tage schwierig ist.

Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Dr. med. Kurt Mosetter, Thorsten Probost, Dr. Wolfgang A. Simon, Anna Cavelius

Erscheinungsjahr 2014


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