Kurzgefasst: Krebs als Systemerkrankung – Prof. Dr. Jörg Spitz

Helena Jansen

Helena Jansen

Freiberufliche Gesundheitswissenschaftlerin [Master of Health Education and Promotion, 2012] - in Projekten rund um Prävention und Gesundheitsförderung tätig
Helena Jansen

Aus der Vortragsreihe des 4. Kongresses für menschliche Medizin 2017, Schwerpunktthema Krebserkrankungen.

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2017:

KMM2017 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Der menschliche Körper verfügt über verschiedene Methoden mit Schäden umzugehen. So sterben beispielsweise defekte Körperzellen ab (“Apoptose”= programmierter Zelltod). Schäden am Genmaterial  werden i.d.R. mithilfe von Reparaturenzyme behoben. Wenn solche Mechanismen der Schadensbehebung nicht mehr funktionieren, herrscht eine Systemstörung.
  • Zellen werden nicht nur durch die Gene gesteuert, sondern auch von außen, nämlich durch epigenetische Einflüsse aus der Umwelt (z.B. elektromagnetische Wellen, Ernährung, chemische Schadstoffe, etc.). Diese Einflüsse können sowohl positiver als auch negativer Natur sein. Der Mensch ist sozusagen “ein System im System”.
  • Schon die äußeren Bedingungen auf das Kind im Mutterleib können entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung haben. So wirken Lebensstil und eventuelle Erkrankungen der Schwangeren (z.B. Medikamenteneinnahme, Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen) direkt auf das Ungeborene ein.
  • Diabetes und Krebs: Die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken verdoppelt sich, wenn man Diabetes hat. Diabetes ist Ausdruck einer Systemstörung, unter der der Ausbruch weiterer Erkrankungen wie Krebs, Demenz usw. wahrscheinlicher wird.
  • In Studien konnten Zusammenhänge zwischen Vitamin D und dem Fortschreiten von Krebs nachgewiesen werden: Je geringer der Vitamin D-Spiegel, desto “bösartiger” der Tumor und desto höher das Risiko auf Lymphknotenmetastasen.
  • Ein weiteres Beispiel zeigt, wie unsere Ernährung die Zellen beeinflussen kann: Ein reduzierter Zuckerkonsum kann sich lebensverlängernd auf “normale” Zellen auswirken. Eine präkanzeröse Zelle (=Vorstufe von Krebs) hingegen wird bei fehlendem Zucker mittels Apoptose getötet.

Fazit: Wenn wir für unser “System” die äußeren Gegebenheiten schaffen um optimal funktionieren zu können, können wir Krebs sowie alle anderen chronischen Krankheiten verhindern. Vor allem der Lebensstil hat bedeutenden Einfluss auf unsere Gesundheit.


Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Kelly A. Turner / Maria Teusianu (Übersetzerin)

Erscheinungsjahr 2015

von Prof. Dr. med. Richard Béliveau, Dr. med. Denis Gingras

Erscheinungsjahr 2010


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