Kurzgefasst: Magnesium in der Krebstherapie (K.Kisters)

Helena Jansen

Helena Jansen

Freiberufliche Gesundheitswissenschaftlerin [Master of Health Education and Promotion, 2012] - in Projekten rund um Prävention und Gesundheitsförderung tätig
Helena Jansen

Aus der Vortragsreihe des 4. Kongresses für menschliche Medizin 2017, Schwerpunktthema Krebserkrankungen.

https://www.youtube.com/watch?v=aZf8me6XUtU&t=142s&index=17&list=PLRCTCP0lqxWwkJkpB0lt0KuMwWxLZM1tH

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2017:

KMM2017 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Ob eine Magnesium-Supplementierung bei Krebserkrankungen positive Auswirkungen hat, hängt von der Art der Krebserkrankung und der Therapie ab.
  • Ein Magnesiummangel kann beispielsweise durch bestimmte Medikamente, eine verringerte Resorption durch Bestrahlungstherapie oder durch Magen-Darm-Tumore ausgelöst werden.
  • Platinhaltige Chemotherapien wirken sich negativ auf die Nierenfunktion aus. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass die Nierenfunktion von Patienten mit Bronchial-, Kopf- oder Halskarzinomen unter Magnesium-Supplementierung besser erhalten bleibt als bei Vergleichsgruppen ohne Einnahme von Magnesium.
  • Bei kolorektalen Tumoren kommt es unter EGF-Rezeptor-Therapien sehr häufig zu Magnesiummangel. Zum Zusammenhang zwischen Magnesiumspiegel und dem Therapieansprechen bei kolorektalen Tumoren gibt es bisher nur wenige, widersprüchliche Studienergebnisse, sodass eine Empfehlung zur Magnesiumgabe bei dieser Krebsart aktuell nicht auszusprechen ist.
  • Die Magnesium-Transportkanäle TMP-6 und TMP-7 sorgen im Normalfall dafür, dass das Magnesium und Vitamin D in die Zelle gelangen und das Membranpotential aufrecht gehalten wird. Welche Bedeutung die Kanäle für die Entstehung und Ausbreitung von Krebs spielen, ist noch zu erforschen.
  • Was aus der aktuellen Studienlage jedoch eindeutig hervorgeht ist, dass man durch eine ausreichende Magnesiumversorgung Krebs präventiv vorbeugen kann.
  • Verschiedene Studien zeigten auch einen Zusammenhang zwischen Magnesium und Schmerzen: Bei höheren Magnesiumspiegeln berichteten Patienten von weniger Schmerzen. Gleiches gilt für Hitzewallungen bei Brustkrebspatientinnen als Therapienebenwirkung: Eine Magnesiumgabe kann diese Hitzewallungen deutlich bessern.

Fazit: Ein ausreichender Magnesium-Spiegel kann uns vor Krebserkrankungen schützen. Außerdem konnte die positive Wirkung einer Magnesium-Supplementierung bei der Behandlung bestimmter Krebsarten nachgewiesen werden. Die positive Wirkung konnte nicht pauschal für alle Krebserkrankungen festgelegt werden, weshalb weitere Studien vonnöten sind.


Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Uwe Gröber

Erscheinungsjahr 2014


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