Die Rolle des Darms (microbiome) bei der Krebsentstehung (Dr. R. Heinrich)

Helena Jansen

Helena Jansen

Freiberufliche Gesundheitswissenschaftlerin [Master of Health Education and Promotion, 2012] - in Projekten rund um Prävention und Gesundheitsförderung tätig
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Aus der Vortragsreihe des 4. Kongresses für menschliche Medizin 2017, Schwerpunktthema Krebserkrankungen.

https://www.youtube.com/watch?v=d2hzkTogaJc&t=7s

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2017:

KMM2017 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • 2008 waren weltweit 1,4 Milliarden Erwachsene und 40 Millionen Kinder unter 5 Jahren übergewichtig.
  • Das metabolische Syndrom (gleichzeitiges Vorhandensein von Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhtem Nüchterblutzucker- und Blutfettwerten) ist laut der Metastudie von Esposito et al. (2014) signifikant mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden.
  • Eine zucker- und fettreiche Nahrung löst im Körper Entzündungsmechanismen aus, die wiederum Krebs fördern.
  • Übergewicht und Entzündungen können wechselseitig Ursache und Folge sein: Während Übergewicht Entzündungen auslösen kann, können Entzündungen auch die Ursache für Übergewicht sein.
  • Beim Leaky-Gut-Syndrom kommt es zu einem Defekt in der Darmbarriere. Infolgedessen können Bakterien und Nahrungs-Antigene durch die Darmwand dringen, wodurch eine systemische Entzündung entsteht.
  • Entzündungen im Darm können anhand von Stuhlproben labortechnisch festgestellt werden. Um den „Inflammations-Teufelskreis“ zu durchbrechen sind Ernährungsumstellung, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, diverse medizinische Behandlungen, sowie ein angepasster Lebensstil mögliche therapeutische Maßnahmen

Fazit: Übergewicht kann Vorbote bzw. Folge von chronischen Entzündungsprozessen im Körper sein. Systemische Entzündungen wiederum begünstigen die Entstehung von Krebserkrankungen. Durch den richtigen Lebensstil (d.h. angepasste Ernährung - ggf. unter Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln, Bewegung und Entspannung) können Entzündungen vorgebeugt bzw. behandelt werden.