Integrative Therapie von Patienten mit Prostata- und Mammakarzinom (Prof. Pfeifer)

Helena Jansen

Helena Jansen

Freiberufliche Gesundheitswissenschaftlerin [Master of Health Education and Promotion, 2012] - in Projekten rund um Prävention und Gesundheitsförderung tätig
Helena Jansen

Letzte Artikel von Helena Jansen (Alle anzeigen)

Aus der Vortragsreihe des 4. Kongresses für menschliche Medizin 2017, Schwerpunktthema Krebserkrankungen.

https://www.youtube.com/watch?v=4Vpbc2t1Ag0

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2017:

KMM2017 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Die integrative Onkologie versucht die Kluft zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde zu schmälern, um letztlich die Symptome und Lebensqualität des Krebspatienten so gut wie möglich zu verbessern und die Lebenszeit zu verlängern.
  • Brust- und Prostatakrebs ähneln sich in der Häufigkeit des Auftretens, der Entstehung, Hormonabhängigkeit und im Metastasierungsprozess. Auch die Therapie-Optionen und Überlebensraten sind vergleichbar.
  • Der „Goldstandard“ in der Therapie ist bei beiden Krebsarten die operative Entfernung des Tumors. Ergänzend dazu wird häufig mit Bestrahlung oder Chemotherapie therapiert. Es gibt noch weitere Therapiemöglichkeiten, die jedoch nicht kurativ wirken oder als experimentelle Therapien gelten.
  • Komplementär-onkologischen Behandlungen (z.B. Phytotherapie, anti-oxidative, anti-entzündliche und angiogenese-hemmende Therapien, Immun-Support und Entgiftung) können die Leitlinien-Behandlungen wirksam unterstützen. In der schulmedizinischen Onkologie wird von den komplementären Behandlungen jedoch leider kaum Gebrauch gemacht.
  • Es gibt einige natürliche (phytotherapeutische) Präparate, die nachweislich das Tumorwachstum hemmen, Krebszellen strahlensensibler machen oder die Lebensqualität von austherapierten Krebspatienten verbessern.

Fazit: Krebspatienten werden in der Regel leitliniengetreu und ausschließlich durch schulmedizinische Therapien behandelt. Eine zusätzliche Anwendung komplementär-onkologischer Behandlungen, wie beispielsweise der Phytotherapie, kann die schulmedizinische Krebsbehandlung sinnvoll (und nachweislich) unterstützen. Die integrative Onkologie ist ein Ansatz um Schulmedizin und Naturheilkunde einander näher zu bringen.