Warum wir zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine neue Gesundheitskultur benötigen – Vortrag von Prof. Jörg Spitz

Helena Jansen

Studium der Gesundheitswissenschaften an der Universität Maastricht, Niederlande [M.Sc. Health Education and Promotion, 2012]. Seit 2016 Social Media Managerin der Akademie für menschliche Medizin und Koordinatorin des Projekts SonnenAllianz.
Helena Jansen

Jahrzehntelang ging man von der Theorie aus, dass der Mensch als “Opfer” seines geerbten Genmaterials dem Auftreten verschiedener Zivilisationskrankheiten, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Demenz oder Diabetes, im Laufe des Lebens hoffnungslos ausgeliefert sei. Durch die Entschlüsselung des menschlichen Genoms ergab sich jedoch eine revolutionäre Erkenntnis, die seitdem Forschungsgegenstand der sogenannten “Epigenetik” ist:

Nicht die Gene steuern unsere Zellen, sondern die Zellen steuern die Aktivität der Gene, und zwar unter dem Einfluss zahlreicher Umweltfaktoren.

Dass die meisten Menschen irgendwann an einer oder sogar mehreren der genannten Krankheiten erkranken, ist der durch menschliche Hand herbeigeführten Veränderung der Lebensumwelt und einem damit einhergehenden, drastisch veränderten Lebensstil geschuldet.

Durch die Entwicklung der Zivilisation und Technik, auf die die Menschheit so stolz ist, kam es zum “Natur-Defizit-Effekt”: Der Mensch hat die natürliche, evolutionäre Umwelt mit Schadstoffen (z.B. Pestizide, Herbizide, Blei, Aluminium, Quecksilber) verseucht und essenzielle Ressourcen (z.B. Mikronährstoffe in der Nahrung, sauberes Wasser, Sonnenexposition und Vitamin D, Bewegung, gute soziale Beziehungen) verloren. Bei der Mehrheit der Menschen kommen sogar mehrere dieser Belastungen und Mängel gleichzeitig zum Tragen, wodurch sich der krankmachende Effekt multipliziert.

Eine neue Gesundheitskultur als Gegengewicht

Dabei ist es für den Einzelnen nicht einfach bzw. teilweise kaum möglich sich den gesundheitsschädlichen Faktoren zu entziehen. Verarbeitete Lebensmittel im Supermarkt, sitzende Arbeitsplätze, Wohnungen inmitten von Lärm, Elektrosmog und Abgasen und in unmittelbarer Nähe zu Fast Food Restaurants   ̶ obwohl niemand ausdrücklich um diesen Lebensstil gebeten hat, ist er der Normalfall in der westlichen Welt.

Zur Wiederherstellung einer artgerechten Lebensweise des Menschen müssen verloren gegangene Ressourcen wiedererlangt und die Schadstoffexposition verringert werden. Prof. Dr. Jörg Spitz sieht eine neue Gesundheitskultur als Chance, in der durch gezielte, gesamtgesellschaftlich getragene Maßnahmen im Sinne einer neuen Verhältnis- und Verständnisprävention, ein gesunder Lebensstil für jeden Einzelnen einfacher machbar wird. Dadurch ließe sich die große Mehrzahl der Zivilisationskrankheiten eindämmen.


 

Über das Thema Epigenetik und den Bedarf einer neuen Gesundheitskultur referiert Prof. Dr. Jörg Spitz ausführlich bei der
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Nun fragen Sie sich vielleicht, was Sie selbst tun können um zu einer neuen Gesundheitskultur beizutragen: Sie können Ihre eigenen – beeinflussbaren –  Lebensstilfaktoren genauer unter die Lupe nehmen und Ihre Gesundheitsressourcen stärken. Um Ihnen diesen Schritt zu erleichtern, haben wir den Lebensstilfragebogen Gesund Leben – 25 Fragen zu Prävention und Gesundheit konzipiert, mithilfe dessen Sie innerhalb weniger Minuten die Stärken und Schwächen Ihres aktuellen Lebensstils analysieren lassen können. Basierend auf Ihren Antworten geben wir eine automatisierte, pauschale Gesamtbeurteilung sowie gezielte Anregungen und Tipps, wie Sie Ihren persönlichen Lebensstil optimieren können, um die evolutionär in Ihnen angelegten Gesundheitspotentiale zu entfalten.

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