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Es reicht! „Gemeinsam stoppen wir Glyphosat“ lautet der Appell der Bürgerinitiative global2000

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Glyphosat birgt hohe Risiken!

Die gesundheitlichen Gefahren des weltweit am häufigsten verbreiteten Breitbandherbizids sind hinlänglich bewiesen. Glyphosat wird vom Agro-Multikonzern Monsanto unter dem Handelsnamen Roundup vermarktet.

Roundup enthält bis zu 15 Prozent POE-Tallowamine (polyethoxylierte Alkylamine, POEA) und die sind giftiger als das eigentliche Glyphosat, verstärken zudem dessen Giftigkeit. Glyphosat allein wirkt schon krebserregend und genotoxisch. In der Kombination mit POEA ist der Effekt ungleich höher. Auch Fruchtbarkeitsstörungen sowie Schädigungen von Leber und Nieren werden mit Glyphosat in Zusammenhang gebracht. Über die Nahrungskette reichert sich das umstrittene Herbizid an. Es wurde bereits in Blut-, Urin und Muttermilchproben nachgewiesen.

Das alles ist bekannt und mehrfach erwiesen. Seit Jahren engagieren sich verschiedene Umweltverbände für ein Verbot des „Dauerbrenners“ aus dem Hause Monsanto. Dennoch ignorieren das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die wissenschaftlichen Fakten. Die EU will nun das Krebspotenzial erneut von der ECHA prüfen lassen. Warum? Um Zeit zu gewinnen und den Weg zu einer weiteren Zulassung über 2017 hinaus zu ebnen?

Die Bürgerinitiative global2000 fordert:

  1. keine Erneuerung der Zulassung von Glyphosat
  2. Reform des Zulassungssystem für Pestizide hin zu mehr Transparenz und Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Studien
  3. verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz chemisch synthetischer Pestizide.

Damit global2000 mit diesen Zielen erfolgreich sein kann, werden europaweit eine Million Unterzeichner gebraucht. Mitmachen heißt, sich stark machen für eine gesündere Umwelt und gesundheitliche Prävention!

Also machen Sie mit, wenn Ihnen ein Wechsel zu einer gesünderen Landwirtschaft und zu schadstoffarmen Lebensmitteln ein Anliegen ist!

Hier geht’s zur Intitiative: https://www.global2000.at/glyphosat 

 

Nicht überzeugt? Dann schauen Sie sich doch die ARTE-Dokumentation zum Thema an (Achtung: Nichts für schwache Nerven!)

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=3ivpJx3gkMY]


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Glyphosat vernichtet Unkraut und vergiftet Mensch und Tier – ein weiteres Vertuschungsprojekt

Wir haben ja schon des öfteren über Vertuschungsprojekte und versteckte Strategien der Großindustrie berichtet. Vor dem aktuellen Hintergrund der anstehenden Verlängerung der Glyphosat-Nutzung in der EU, die EU-Kommission möchte diesen teuflischen Unkrautvernichter (Handelsnamen Roundup ®, Permaclean u.a.) für weitere neun Jahre freigeben, lohnt sich ein Blick in eine Dokumentation auf arte aus dem Jahr 2015:

Chronisch vergiftet – Monsanto und Glyphosat (ARTE Doku)

Achtung diese Dokumentation ist nichts für schwache Nerven und enthält z.B. drastische Bilder von Missbildungen an Föten!

In der Summe wird deutlich:

  • Glyphosat vergiftet über das insbesondere aus Südamerika eingeführte Kraftfutter unsere Nutztiere.
  • Glyphosat löst neurologische Probleme aus. Parkinson als Folge des Glyphosat-Einsatzes ist in Frankreich bei Winzern schon als als Berufskrankheit anerkannt.
  • Der großflächige Einsatz vor Ort  in Südamerika führt zu Missbildungen  an Neugeborenen in signifikantem Ausmaß.
  • Das karzinogene Potenzial von Glyphosat ist in unabhängigen Studien einwandfrei nachgewiesen.
  • Glyphosat ist schon so tief in der Lebensmittelkette eingedrungen, dass es praktisch unmöglich ist, Glyphosat-frei zu leben. Getreide wird – unglaublich, aber wahr – vor der Ernte totgespritzt, um eine schnellere Reifung des Korns zu erzielen.

Da stellt sich die Frage, was muss eigentlich noch passieren, damit unsere Politiker diesem Spuk möglichst schnell ein Ende bereiten? Die Fragestellung ist komplex und nicht einfach zu beantworten, da die Lobby der Chemieindustrie extrem mächtig ist.  Der Verbraucher kann sich also nur damit helfen, wenn irgend möglich auf Produkte aus nachhaltiger Landwirtschaft zurückzugreifen.

Jedem Politiker ist zu empfehlen, sich diese Dokumentation und die entsprechenden nicht-industriefinanzierten Studien anzusehen. Denjenigen, die danach immer noch nicht überzeugt sind, ist wirklich nicht mehr zu helfen und da hilft dann nur die politische Macht des Bürgers. Eine Beteiligung/Mitgliedschaft in Umweltverbänden wie dem Münchner Umweltinstitut e.V. ( www.umweltinstitut.org/) oder Foodwatch (www.foodwatch.org) sowie Greenpeace (www.greenpeace.de) sollte daher für jedem verantwortungsvollen Bürger eine Selbstverständlichkeit sein.


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