Tagarchive: Mikronährstoffe

Kurzgefasst: Morbus Alzheimer: Mikronährstoffe in der Vorbeugung und Therapie – U. Gröber

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz

https://www.youtube.com/watch?v=T9tX6xQ6qno

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Der Mikronährstoffstatus (z.B. Folsäure, Vitamin B6, Vitamin B12, fettlösliche Vitamine) zeigt sich bei Alzheimerpatienten im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe signifikant vermindert.
  • Mikronährstoffe wirken antientzündlich und antioxidativ. Zudem hemmen sie die Proteinglykosylierung.
  • Dies ist von Bedeutung, da die Endprodukte der Glykosylierung (AGE = advanced glycation endproducts) im Gehirn eine neurotoxische Wirkung haben.
  • Die neurotoxische Wirkung der AGEs wird verstärkt durch das Alzheimer spezifische ß-Amyloid, die Überlebensfähigkeit der Neurone sinkt drastisch.
  • AGEs werden entweder mit der Ernährung aufgenommen (z.B. verbranntes Fleisch) oder entstehen durch zu hohe Blutzuckerspiegel.
  • Zudem induzieren AGEs Entzündungsfaktoren und oxidativen Stress. Es entsteht ein Teufelskreislauf, da das menschliche Gehirn eine schlechte Versorgung mit antioxidativen Schutzenzymen hat.
  • Bei Alzheimer Patienten ist der mitochondriale Energiestoffwechsel (Mitochondrien = Kraftwerke der Zelle) gestört. Bestimmte Enzyme zeigen eine stark verminderte Aktivität. Mikronährstoffe, z.B. das Vitamin B1 Derivat Benzothiamin, können die Aktivität dieser Enzyme verbessern.
  • Neben AGEs hat eine Erhöhung des Homocysteins im Blut eine negative Auswirkung auf die Gehirnleistung: es bewirkt eine neuronale Apoptose (Nervenzelluntergang). Außerdem führt es zu einer vorzeitigen Alterung der Gefäße und Störungen der Gefäßfuntkion. Auch hier kann Vitamin B helfen, den Homocysteinspiegel zu senken.
  • Mikronährstoffe können vor allem in frühen Stadien des M. Alzheimers wirken.
  • Eine wichtige Rolle bei der Störung der Mikronährstoffversorgung spielt neben einer unzureichenden Ernährung vor allem die Wechselwirkung von Medikamenten. So hemmt z.B. Metformin (das wichtigste Medikament in der Behandlung des Typ 2 Diabetes) die Vitamin B12 Aufnahme.
  • Ebenso zu den Mikronährstoffen zählen die Spurenelemente Selen, Kupfer, Zink und Mangan. Sie sind über das Enzym der Superoxiddismutase wichtig für die Entgiftung von freien Radikalen.
  • Selen ist direkt in die menschliche DNA eingebaut. Es reduziert die Belastung mit Entzündungsfaktoren über die Ausschaltung eines Transkriptionsfaktors.

Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Uwe Gröber

Erscheinungsjahr 2014


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Kurzgefasst: Magnesium und Alzheimer – K. Kisters

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz.

https://www.youtube.com/watch?v=aslkfKkKECg

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Es gibt weltweit 40 Millionen Demenzerkrankte, dabei steht die Alzheimer Demenz an erster Stelle.
  • In Zukunft wird die Zahl der Demenzpatienten weiter zunehmen.
  • Es gibt Risiko- und Schutzfaktoren für die Erkrankung an der Alzheimer Demenz. Risikofaktoren sind u.a. hohes Alter, Übergewicht, Diabetes, Pestizide, Aluminium, Rauchen, Alkohol, soziale Isolation und geistige Inaktivität. Schutzfaktoren können sein: mediterrane Kost, sportliche Aktivität, Muskeltraining, Kaffee, soziale Interaktion, geistige Aktivität und Magnesium.
  • Bei Demenzerkrankten liegt meist ein ausgeprägter Magnesiummangel vor.
  • Patienten mit Magnesiummangel haben außerdem ein erhöhtes Risiko, an Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfällen, Fettstoffwechselstörungen und Gefäßverkalkungen zu erkranken.
  • Magnesium spielt eine Schlüsselrolle im Körper, da ca. 300 Enzyme und Proteine Magnesium abhängig funktionieren.
  • Hinsichtlich der Alzheimer Demenz ist es wichtig, präventiv tätig zu werden. Das bedeutet, einen bestehenden Magnesiummangel bereits bei Risikopersonen bzw. direkt zu Krankheitsbeginn auszugleichen.

Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Mary T. Newport, Helga Rohra (Vorwort), Rotraud Oechsler (Übersetzer)

Erscheinungsjahr 2014

von Gerald Hüther

Erscheinungsjahr 2010

von Dr. med. Michael Nehls

Erscheinungsjahr 2014


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Kurzgefasst: Aminosäuren im Sport – damit er nicht zum Mord wird. Prof. Dr. E. Wienecke

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz.

https://youtube.com/watch?v=psgO0mt81d8

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Warum ist die Verletzungsrate unter Sportlern so hoch? Untersucht wurden über 10.000 Spitzensportler verschiedenster Disziplinen mit dem Ergebnis: 71% der Verletzungen entstanden ohne Fremdeinwirkung.
  • Woran kann das liegen? Ein neuer Erklärungsansatz liegt in einer Überlastungsreaktion von Knorpel- und Knochenstoffwechsel. Ist der Energie-Mikronährstoffwechsel des einzelnen Sportlers nicht ausgeglichen, verbraucht der Körper eigene Strukturproteine wie z.B. Aminosäuren.
  • Was kann man tun? Im Vordergrund steht die individuelle Analyse des einzelnen Sportlers und seines Stoffwechsels. Messbare Parameter sind funktioneller Energiestoffwechsel (z.B. Makronährstoffe und Enzymfunktionen), Aminosäuren, Beanspruchung körpereigener Proteine sowie Mikronährstoffe.
  • Woraus können schlechte Regenerationsfähigkeit, Abgeschlagenheit und Schlafprobleme noch entstehen? Eine wichtige Rolle spielt die Schilddrüse. Für eine optimale Leistungsfähigkeit müssen die Hormone TSH und fT3/fT4 in einem bestimmten Bereich liegen.
  • Wie wichtig ist die Ernährung? Essentiell! Sportler haben einen erhöhten Bedarf an bestimmten Aminosäuren wie z.B. Tryptophan. Dieser Bedarf lässt sich allein aus der Nahrung nicht decken. Zudem zeigt sich eine kohlehydratreduzierte Ernährung mit Erhöhung von gesunden Fetten als wirkungsvoll.

Und hier noch passende Literaturtipps:


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