Nicht erst seit dem Beginn der Coronavirus-Pandemie ist das Immunsystem mit seinen vielfältigen Funktionen in den Fokus von Präventions- und Therapieansätzen gerückt. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass immunologische Dysregulationen und fehlgeleitete Entzündungsprozesse die Grundlage vieler Erkrankungen darstellen. Die Immunologie hat sich somit zu einem zentralen Fach der Medizin entwickelt; innovative Diagnose- und Behandlungsmethoden basieren auf aktuellen Erkenntnissen über das Immunsystem. Ein umfassendes Wissen über die physiologischen Abläufe ist erforderlich, um Pathogenesen frühzeitig erkennen und adäquat behandeln zu können.
Ziel dieser praxisbezogenen Seminarreihe ist die Schaffung eines fundierten immunologischen Basiswissens. Den Teilnehmern werden sowohl die theoretischen Grundlagen der zellulären und humoralen Immunologie vermittelt als auch die labordiagnostischen Möglichkeiten zur praktischen Überprüfung der verschiedenen Immunfunktionen vorgestellt.
Modul 5: Komponenten der adaptiven humoralen Immunität: B-Zellen und Antikörper
B-Lymphozyten machen zusammen mit den T-Zellen den adaptiven Teil des Immunsystems aus, also den Teil, der sich an neue Krankheitserreger anpassen und einen Immunschutz aufbauen kann. Werden B-Zellen durch körperfremde Antigene aktiviert, wandeln sie sich zu Antikörper (synonym Immunglobuline) produzierenden Plasmazellen um und zu Gedächtniszellen, die bei erneutem Kontakt mit dem gleichen Antigen einen Infektionsausbruch verhindern können.
Dieses Modul der Online-Fortbildungsreihe erläutert die Effektorfunktionen der verschiedenen Immunglobulinklassen (IgM, IgG, IgA, IgE) und informiert über labordiagnostische Optionen zur Überprüfung der allgemeinen sowie der antigenspezifischen Immunfunktion der B-Zellen.
Ihr Referent: PD Dr. rer. nat. Stephan Sudowe
Diese Veranstaltung ist für Sie kostenlos!
Bitte beachten Sie: Das Seminar richtet sich an Ärzte und Heilpraktiker.
