In der Akademie für menschliche Medizin spielen Fragen der richtigen Versorgung mit Mikronährstoffen eine herausragende Rolle. Ob Vitamin D, Magnesium, Zink oder Selen – dem Körper ausreichend Mikronährstoffe zuzuführen, kann entscheiden über Gesundheit oder die Entstehung einer der epidemisch zunehmenden Zivilisationskrankheiten.

Aufgrund der großen Zahl an Mikronährstoffen, die unser Körper benötigt, ist dieser Themenbereich sehr weit gefächert. Etwas übersichtlicher ist da schon die Frage der Makronährstoffe, also jener Ressourcen, die unseren Körper direkt mit Energie versorgen.

Hier gibt es nur drei: Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate. Es ist mittlerweile wissenschaftlicher Konsens, dass eine möglichst kohlenhydratarme und eiweißreiche Ernährungsweise am ehesten die Gesundheit erhält. Nichtsdestotrotz empfiehlt gerade auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) oft noch das genaue Gegenteil – was äußerst problematisch ist, da aufgrund dieser Empfehlungen die Mahlzeiten in Pflegeeinrichtungen, Kitas, Krankenhäusern und Kantinen des Öffentlichen Dienstes zusammengestellt werden.

Doch gerade auch das Thema der Fette benötigt unbedingt eine Neubewertung, dies wird abermals bei der Lektüre des Beitrages „Ernährung: Gesättigte Fette nicht verteufeln“ deutlich, welcher kürzlich im renommierten Ärzteblatt erschienen ist. Darin heißt es etwa:

Gesättigte Fettsäuren sind vielfältiger als gedacht und machen nicht per se krank. Eine Reduktion unter 10 % vom Tagesbedarf ist wissenschaftlich nicht gerechtfertigt. Es ist zudem fraglich, ob die akademisierte Diskussion über die Fettsäure-Komposition in der Ernährung für die Patienten überhaupt hilfreich ist.

Denn während in den 70er-Jahren Fette aufgrund einer Fehlinterpretation wissenschaftlicher Daten per se ein schlechtes Image erhielten, verbesserte sich in den letzten Jahrzehnten zumindest der Ruf der ungesättigten Fette deutlich. Jeder weiß heute: Olivenöl, Fischöl, Nüsse etc. sind wahre Gesundheitsbooster.

Die gesättigten Fettsäuren hingegen gelten immer noch als die Schmuddelkinder im Ernährungsplan und genau diese Einschätzung gilt es zunehmend zu hinterfragen, folgt man der Argumentation im Ärzteblatt.

Weitreichende Konsequenzen hat dies auch für den Handel, in dem sich immer mehr der sogenannte „Nutri-Score“, welcher die Gesundheitsbilanz von verpackten Lebensmitteln anzeigen soll, durchsetzt. Dazu das Ärzteblatt:

Vor diesem Hintergrund relativiert Kabisch auch den Nutzen des neuen „Nutri-Score“, der den Verbrauchern eigentlich helfen soll, gesündere Lebensmittel schnell und einfach zu identifizieren. Der Nutri-Score gibt Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren Minuspunkte und macht sie damit möglicherweise ungesünder als sie sind. „Der Nutri-Score ist ein wichtiges Element, aber es ist niemandem geholfen, sich allein auf diesen Score zu verlassen“, sagt Kabisch. Wichtig sei es seiner Meinung nach, auf hochverarbeitete Nahrung so weit wie möglich zu verzichten. Damit treffe man wahrscheinlich die beste Entscheidung.

Dass es natürlich sehr viele ungesunde Nahrungsmittel gibt und dass diese meist einen hohen Anteil billiger Industriefette enthalten, sollte jedem klar sein. Meist beinhalten diese Erzeugnisse der Nahrungsmittelindustrie Fett und Zucker im gleichen Maße, eine Zusammenstellung die bei natürlichen Lebensmitteln in der freien Natur sonst nur einmal vorkommt: In der Muttermilch.

Verbraucher sind daher gut beraten, zu hinterfragen, mit welchen Tricks die Nahrungsmittelindustrie ihre Produkte designed, um einen möglichst hohen Suchtfaktor beim Konsumenten zu erzeugen. Die pauschale Verurteilung von gesättigten Fettsäuren hilft dabei allerdings wenig.

Bedenken Sie auch: Am besten gönnen Sie ihrem Körper eine mediterrane Diät, mit viel frischen Lebensmitteln, hochwertigen Ölen sowie Fisch und Fleisch in Bio-Qualität. Auch empfehlen wir Ihnen erneut den Vortrag „Fit mit Fett – ein Leben lang“ vom Gründer der Akademie für menschliche Medizin Prof. Dr. Jörg Spitz. Dieser wurde bereits über eine Millionen mal abgerufen:

Beitragsbild: congerdesign auf Pixabay.