Mirja Krönung
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Nervöse Unruhe, Ein- und Durchschlafprobleme oder Druck auf der Brust – das sind die häufigsten Beschwerden, die Menschen angeben, wenn sie unter Angst leiden. Angaben der Philipps-Universität Marburg zufolge, haben 25 Prozent der dort in Studien befragten Erwachsenen schon einmal einen Angstanfall oder eine Panikattacke erlebt. In diesem Artikel möchten wir Ihnen eine einfache und effektive Methode vorstellen, mit der jeder Betroffene Angst und Panik mit mehr Leichtigkeit begegnen kann.

Angst: Symptome erkennen & das innere Alarmsystem aktivieren

„Wer sich nicht ängstigt, lebt nicht. Angst gehört zu unserem Leben und ist wichtig für unsere Entwicklung.“, heißt es auf der Website des Berufsverbandes Deutscher Internistinnen und Internisten. Ob Prüfungen, das freie Sprechen vor einem großen Zuhörerkreis, vor Krankheiten oder vor bestimmten Tieren; Auslöser für Angsterfahrungen gibt es viele. Und sie alle sind Teil unseres Alltags. Angstsymptome können sich körperlich äußern (etwa in Form von Herzrasen, Schwitzen oder Schwindel) oder sich in Verhaltensveränderungen zeigen – beispielsweise über eine starke Impulsivität und das Erleben von Blockaden. Kognitiv kann sich Angst über Konzentrationsverlust, vermehrtes Grübeln oder eine erhöhte Empfindsamkeit ausdrücken. Auf psychischer Ebene werden häufig Unsicherheit, Überlastung und die Sorge vor Kontrollverlust beschrieben. Im sozialen Miteinander werden Betroffene als schneller reizbar, aggressiv, unruhig oder auch nachdenklicher erlebt. Angstsymptome sind immer individuell zu sehen und werden von Mensch zu Mensch unterschiedlich empfunden; sie variieren in Intensität und Häufigkeit ihres Auftretens.

Gleichzeitig ist die Angst ein wertvoller Hinweisgeber und kann „überlebenswichtig“ sein, denn sie aktiviert ein wertvolles Alarmsystem – ganz gleich ob bei tatsächlicher oder nur vorgestellter Gefahr. Unser Körper kann so blitzschnell auf Kampf oder Flucht vorbereitet werden. Ist der Körper in einer solchen Alarmbereitschaft, geht es primär darum, uns kurzfristig mehr Energie bereitzustellen. Das zeigt sich in einer beschleunigten Atmung und Erweiterung der Bronchien, um uns besser mit Sauerstoff zu versorgen, einer stärkeren Durchblutung der Skelettmuskulatur und einem beschleunigten Stoffwechsel. Die in der Stresssituation freigesetzten Hormone Adrenalin und Noradrenalin sorgen auf biochemischer Ebener für die Mobilisierung von Energie – in Form von Fett- und Zuckerreserven. Aufwändige Denkvorgänge werden unterdrückt bzw. blockiert, was der Grund dafür sein kann, dass wir in Prüfungssituationen so genannte „Blackouts“ erleben, nämlich dann, wenn vermeintlich sicheres Wissen scheinbar wie weggeblasen ist.

Kehrt der Körper wieder in einen entspannteren Zustand zurück, übernimmt das parasympathische Nervensystem; wir fühlen uns erschöpft und schlappt. Mitunter kommt es auch zu Übelkeit, Durchfall und verstärktem Harndrang.

Wenn Angst die Überhand gewinnt – Klopfen als Soforthilfe

Üblicherweise bauen sich solche Reaktionsketten schnell auf und auch schnell wieder ab. Ein langfristig erhöhter Erregungspegel – durch beständige bzw. nicht abgebaute Angst – kann allerdings das Gleichgewicht des Körpers maßgeblich beeinträchtigen. Ein hoher Blutdruck, verkrampfte Muskulatur, ein übersäuerter Magen und ebenso eine erhöhte Infektanfälligkeit können die Folge dieser Form der Belastung sein. Von einer Angststörung lässt sich dann sprechen, wenn das Angsterleben intensiv auftritt und lange anhält, die Angst als lähmend erlebt wird, den Alltag einschränkt und zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führt. Angsterkrankungen gelten als gut behandelbar, klassischerweise zumeist mit einer Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Behandlung – je nach individueller Vorgeschichte und Belastungsgrad.

Die eigene Angst zuzulassen, neugierig zu erforschen und ihre Botschaft zu entschlüsseln, ist jedoch der nachhaltigste Weg, sie zu „kontrollieren“. Auf diese Weise verhindern wir, dass die Angst uns kontrolliert und sich so in eine Quelle des Leids verwandeln kann.

Eine der wirkungsvollsten Methoden mit Soforteffekt – in Momenten der Angst – ist die Klopfakupunktur „EFT“. Sie hilft zudem dabei, präsent zu bleiben – im Hier und Jetzt, anstatt sich mit dem Verstand in der Zukunft zu bewegen, was das Angsterleben nachweislich verstärken kann. Stattdessen entkoppelt EFT, durch das beruhigende und gezielte Beklopfen der Meridiane, die in der körperlichen Antwort auf Angst und Stress eine wichtige Rolle spielen, bisherige Erlebnisnetzwerke (alte Angst-Erfahrungen und Angst-behaftete Erlebnisse) vom eigenen physischen Angst-Empfinden. Die Folge: Alte Angst-Trigger „kratzen“ uns dadurch weitaus weniger, mitunter auch gar nicht mehr.

EFT

EFT (Emotional Freedom Techniques) ist eine innovative, sanfte und verblüffend wirkungsvolle Methode, um Stress, emotionale Konflikte oder Ängste – spür- und messbar – abmildern und abbauen zu können. Seit 2012 ist EFT als evidenzbasierte Therapiemethode wissenschaftlich anerkannt. Die kinderleichte Grundtechnik können Sie hier für die Selbstanwendung erlernen

Noch mehr Informationen zu den Themen Angst und Panik erhalten Sie in dem Spitzen-Gespräch zwischen Mirja Krönung und Prof. Dr. med. Jörg Spitz:

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