Pamela Rauleder

Inhaltsverzeichnis

Resilienz ist ein relativ neues Konzept. Der Begriff wurde zuerst in die Psychologie und Psychiatrie und später in die Medizin und das Gesundheitswesen eingeführt. Salopp gesagt ist Resilienz die Kraft der Psyche, Belastungen auszuhalten. Oft wird sie auch als „Immunsystem der Seele“ bezeichnet.

Resilienz ist vor allem bei psychischen Belastungen wichtig

Da aktuelle Studien zeigen, dass psychischen Krankheiten auf dem Vormarsch sind wird es immer wichtiger, sich mit dem Thema Resilienz auseinanderzusetzten.[1] In unser komplexen Lebenswelt wünschen sich viele Menschen vermehrt Strategien, um besser mit Stress und belastenden Situationen umzugehen. Deshalb wächst das Interesse an der Resilienz sowohl bei der Bevölkerung wie auch vonseiten der Psychologie.

Der Schlüssel zur Stabilisierung liegt dabei in uns selbst: Welche Ressourcen können wir unserem Körper und Geist zur Verfügung stellen und welche Schadeinflüsse können vermieden werden. Prof Dr. Jörg Spitz betont dabei den Zusammenhang zwischen physischer und psychischer Gesundheit: „Nicht der Geist ist krank, sondern die Gehirnzellen – genauso wie die Zellen im gesamten Körper.“

Psychische Erkrankungen sind oft Folgen des Lebensstils

Psychische Erkrankungen sind laut dem Professor kein Schicksal, sondern Auswirkung unseres Lebensstils. Seit einigen Jahren erforschen Experten weltweit die Fähigkeit der Resilienz psychologisch und neurobiologisch. Der Ulmer Mediziner, Professor Alfred Wolf verweist neben den psychologischen Faktoren wie Bindung, Persönlichkeit und soziales Umfeld auf genetische, epigenetische Steuerung von Neurotransmittern, sowie biochemische Funktionsstörungen.

Resilienz bezieht sich auf die Fähigkeit, mit schwierigen, belastenden und traumatischen Situationen umzugehen und gleichzeitig die normale Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Praktisch heißt das, wie fähig ist eine Person nach einem Trauma Ereignis, zum Beispiel ein Unfall oder eine Krankheit, in den sogenannten „normalen“ oder gesunden Zustand zurückzukehren. Resilienz-Experten glauben, dass jeder seine Resilienz stärken kann.[2] Die gute Nachricht also: Die Fähigkeit, mit schwierigen Situationen umzugehen kann erlernt werden.

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>> Hier geht es zum gesamten Artikel mit einem Einblick in die neuesten Studien zur Resilienz und verschiedenen Resilienz-Modellen. Wir verraten ihnen außerdem, welche Qualitäten sie stärken sollte, um resilienter zu werden.

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Referenzen:

  1. Die Psyche ist ein wesentlicher Faktor für Gesundheit und Genesung
  2. Linz S, Helmreich I, Kunzler A, Chmitorz A, Lieb K, Kubiak T. Interventionen zur Resilienzförderung bei Erwachsenen [Interventions To Promote Resilience In Adults - A Narrative Review]. Psychother Psychosom Med Psychol. 2020 Jan;70(1):11-21. German. doi: 10.1055/a-0830-4745. Epub 2019 Jun 4. PMID: 31163455.

Titelbildquelle:
Photo by Karim MANJRA on Unsplash

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