Krebs: Effektive Prävention ist möglich

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Ein signifikanter wissenschaftlicher Durchbruch in der Krebsprävention ist gelungen: Hochdosierte Vitamin-D-Gabe und Omega-3-Substitution in Kombination mit einem einfachen Krafttraining verringert bei gesunden über 70-Jährigen das Risiko einer Krebserkrankung um 61 %. Für das westliche Gesundheitssystem, das sich mit Krebs als mittlerweile zweithäufigste Todesursache konfrontiert sieht, kann dieses Wissen richtungsweisend in der Krebsprävention sein. Endlich ist es gelungen ein Maßnahmenpaket zu definieren, das leistbar, einfach durchzuführen und für jeden zugänglich ist.

Wissenschaftliche Studie zur Krebsprävention bei Senioren

Forscher der Züricher Universität starteten im Jahr 2012 die dreijährige DO-HEALTH-Studie mit 2.157 Teilnehmern. Studienleiterin Heike Bischoff-Ferrari und Kollegen wählten gesunde, über 70-jährige Personen aus den fünf europäischen Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Portugal aus.[1]

Ziel der Studie war es, den individuellen und kombinierten Effekt von drei Interventionen zu analysieren, die sich bereits als vielversprechend in der bisherigen Krebsforschung erwiesen haben. Denn Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und sportliche Betätigung konnten in der Vergangenheit bereits eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich ziehen und Teilerfolge in der Krebsbehandlung verzeichnen. Dieses Wissen wollten Bischoff-Ferrari und ihr Team nicht ungenützt lassen und definierten acht Interventionsgruppen speziell für die besonders vulnerable Gruppe der älteren Personen.

Krebs als zweithäufigste Todesursache in Europa und den USA

Die Entstehung von Krebs korreliert mit steigendem Alter, denn: Die Zellregeneration im Laufe des Lebens nimmt ab, Zellschäden und Schäden im Erbgut treten vermehrt auf und entartete Zellen können vom Immunsystem nicht mehr so effizient bekämpft werden, wie in jungen Jahren.

Mittlerweile haben sich Krebserkrankungen unterschiedlichster Art als zweithäufigste Todesursache in Europa und den USA etabliert. Grund genug, um die Forschung auf diesem Gebiet voran zu treiben.

Dass gewisse Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel oder chronische Stressbelastungen eine Krebserkrankung begünstigen können, ist bereits vielerorts bekannt. Sie provozieren Zellschäden und verursachen oxidativen Stress, der in zu großen Mengen nicht abgebaut werden kann. Trotz dieses Wissens wurde bisher wenig in Richtung Präventionsforschung und Lebensstilberatung getan. Der Fokus lag vorrangig auf der Behandlung und Therapie bereits bestehender Erkrankungen, sowie auf Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen und Screenings zur frühzeitigen Erkennung.

Die Ergebnisse dieser bisher einzigartigen Studie zeigen, dass auch einfache und selbst durchführbare Maßnahmen eine immense Wirkung erzielen. Damit wird die Idee bestärkt, sich eigenverantwortlich und aktiv für seine eigene Gesundheit einzusetzen. Mit der simplen Kombination von Mikronährstofftherapie und physischer Aktivität rückt einmal mehr der bedeutende Faktor des Lebensstils in den Vordergrund.

Die Rolle von Vitamin D bei Krebs

Vitamin-D-Mangel spielt für die Entwicklung diverser Erkrankungen eine wichtige Rolle. Ein ausreichend hoher Spiegel bewahrt und schützt den Organismus in gewissem Maße gleichzeitig sowohl vor körpereigenen pathogenen Prozessen, als auch vor Pathogenen von außen, da es das Immunsystem unterstützt. Studien konnten belegen, dass das Risiko einer Krebserkrankung demnach ganz allgemein mit dem Vitamin-D-Spiegel im Blut korreliert. Vitamin D hemmt das Wachstum von Krebszellen, indem es verschiedene Gene reguliert, die für Zellproliferation und - differenzierung verantwortlich sind.

Die Rolle von Omega-3 bei Krebs

Omega-3 hemmt den gesamten Prozess der Karzinogenese, indem es anti-inflammatorisch wirkt und Zellproliferationen, also das schnelle Wachstum der Zellen, hemmt. Es ist in der Lage Krebszellen zu zerstören, indem durch übermäßige Lipidperoxidation eine sogenannte Ferroptose, eine eisenabhängige Form des Zelltodes, ausgelöst wird. Das macht es zu einem wertvollen Einzelkämpfer bei der Prävention von Krebs.

Die Rolle von Sport bei Krebs

Wer sich regelmäßig sportlich betätigt oder sich im Alltag viel bewegt, senkt nachweislich sein Erkrankungsrisiko. Aktiv sein hat einen entzündungshemmenden Effekt auf den Organismus und induziert bei Tumorzellen die Apoptose, den Zelltod. Bewegung fördert außerdem das Wachstum gesunder Mitochondrien, welche in den Zellen als Energiewerke fungieren. Dabei scheint nicht ausschlaggebend zu sein, welcher Aktivität nachgegangen wird. Krafttraining, Ausdauersport, flotte Spaziergänge oder beruflich bedingte Bewegung tragen jeweils die beschriebenen positiven Effekte bei.

Allen drei Faktoren ist gemein, dass ihre Wirkung in der Krebsprävention zwar nachweislich vorhanden, bisher jedoch nicht als ausreichend effektiv und verlässlich für präventive Zwecke eingestuft werden konnte. Umso bedeutender ist es, dass Bischoff-Ferrari in der DO-HEALTH-Studie erneut die jeweils individuellen Effekte untersuchte und darüber hinaus die einzelnen Maßnahmen untereinander in allen Varianten kombinierte. Dabei zeigte sich der aussagekräftigste und beeindruckendste Effekt in jener Untersuchungsgruppe, welche eine Kombination aus allen drei Faktoren erhielt.

Gemeinsam stärker - effektive Krebsprävention mit Vitamin D, Omega-3 und Sport

Die DO-HEALTH-Studie zeigte demnach, dass eine tägliche Einnahme von 2000 IE Vitamin D, 1 g Omega-3-Fettsäuren und physische Aktivität in Form eines rudimentären Krafttrainings das Erkrankungsrisiko für Krebs signifikant verringern kann. Damit gilt sie als erste große Studie im Gebiet der Erforschung der Krebsprävention und schafft zugleich ein Maßnahmenpaket, das jede Person unkompliziert und erschwinglich zu Hause durchführen kann.

Literaturangaben:

  1. Bischoff-Ferrari HA, Willett WC, Manson JE, Dawson-Hughes B, Manz MG, Theiler R, Braendle K, Vellas B, Rizzoli R, Kressig RW, Staehelin HB, Da Silva JAP, Armbrecht G, Egli A, Kanis JA, Orav EJ and Gaengler S (2022). Combined Vitamin D, Omega-3 Fatty Acids, and a Simple Home Exercise Program May Reduce Cancer Risk Among Active Adults Aged 70 and Older: A Randomized Clinical Trial. Front. Aging 3:852643. doi: 10.3389/fragi.2022.852643

Bild von Tara Winstead auf Pexels


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