Heilender Hanf: Cannabis - die wiederentdeckte Naturmedizin

Cannabis: Die Wiederentdeckung einer uralten Volksmedizin

Hanf enthält eine Reihe gesunder und heilender Substanzen, wie etwa Cannabinoide, die u. a. Zellen und Nervensystem schützen, Abwehrkräfte unterstützen und auch Schmerzen lindern.

Dazu kommt, dass Hanf über eine ungewöhnlich hohe Nährstoffdichte samt hochwertiger Proteine verfügt. Daher sind Öl, Samen und Mehl nicht nur für Veganer angesagt, sondern auch für aktive Menschen und Sportler.

Das Autoren-Trio bereitet den derzeitigen Wissensstand rund um Cannabis auf den Gebieten Humanmedizin, Pharmazie und Ernährung sachlich und leicht verständlich auf.

Den ernährungsspezifischen Part rundet eine wissenschaftlich fundierte Hanfprotein-Diät ab.

Das Endocannabinoid-System

Das Endocannabinoid-System ist Teil des Nervensystems, seine zentralen Bestandteile sind bestimmte Rezeptoren. Diese wiederum sind Andockstellen einer Zelle, die an der Zelloberfläche liegen. Wenn entsprechende Botenstoffe die Rezeptoren erreichen, lösen diese ein bestimmtes Signal in der Zelle aus. Oft wird zur bildlichen Darstellung das Bild von Schlüssel (Botenstoff) und Schloss (Rezeptor) gewählt – nur wenn beide zusammenpassen, kommt es zur Reaktionsauslösung. Die Rezeptoren werden quasi von Cannabionoiden „aufgesperrt“.

Hauptwirkstoff Nummer eins: THC (Tetrahydrocannabinol)

THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol oder Dronabinol) ist der Hauptwirkstoff der Cannabispflanze. Er wird mit einem speziellen Verfahren aus Hanfpflanzenextrakt gewonnen, bzw. auch teilsynthetisch hergestellt. Rein synthetische, aus dem Vollspektrum „gerissene“, den pflanzlichen Wirkstoffen nachempfundene Präparate kommen nicht an das Original heran, werden in der Medizin aber ebenfalls verwendet. Dronabinol ist ein Rezepturarzneimittel. Dies bedeutet, dass der Apotheker das Medikament selbst in der entsprechenden Dosierung zubereiten muss. Es wird quasi als Einzelanfertigung (zum Beispiel als ölige Lösung) in der Apotheke hergestellt – auf Grundlage einer ärztlichen Verschreibung.

Hauptwirkstoff Nummer zwei: CBD (Cannabidiol)

CBD ist neben THC der bekannteste Wirkstoff der Hanfpflanze, im Nutz- oder Industriehanf ist es jenes Cannabinoid mit der höchsten Konzentration – teils sogar wirksamer als THC.
Da CBD nicht den rechtlichen Beschränkungen von THC unterliegt, findet es eine immer breitere praktische Anwendung.

In den meisten Ländern wird es derzeit noch als Nahrungsergänzungsmittel geführt und ist somit in jeder Form (Öle, Blüten, Kapseln, Cremen, Liquids) frei erhältlich, so auch in Österreich und der Schweiz.

In Deutschland ist Cannabidiol als Reinsubstanz (kristallines Pulver) seit kurzem ein Arzneimittel und damit grundsätzlich rezeptpflichtig, obwohl hinsichtlich dieser Rechtslage noch eine große Uneinigkeit herrscht. Naturextrakte sind grundsätzlich weiterhin frei erhältlich.


Über die Autoren:

• Dr. med. Patrick Thurner, Allgemeinmediziner und Landwirt in Hartberg, setzt im Ordinationsalltag neben klassischer Schulmedizin auch auf ganzheitliche Naturheilkunde.
• Mag. pharm. Bettina Thurner, Pharmazeutin in der Paracelsus-Apotheke Hartberg, hat sich bei ihrer Dissertation an der Medizinischen Universität Graz auf die gezielte Medikation älterer Menschen spezialisiert.
• Mag. iur. Alexander Thurner ist Gründer der Firma A-Ware Nutrition, die sich auf die Herstellung von Sport- bzw. Aufbaunahrung aus Hanfsamen spezialisiert hat und Cannabisblütenextrakte entwickelt.


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