Achtung: Tägliche Vitamin D-Einnahme schlägt wöchentliche oder monatliche Gabe!

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan
Bisher ging man im allgemeinen davon aus, dass die Einnahmeintervalle bei Vitamin D-Supplementation weniger wichtig sind, sofern im Endeffekt ein adäquater Blutwert erreicht wird. Dr. Bruce Hollis, College of Medicine Medical University of South Carolina, erklärt im nachstehenden Video aus welchem Grund dies eine Fehleinschätzung ist.

Zu beachten ist dabei, dass für die endokrinen Effekte des Vitamin D in der Tat der Blutwert des aktiven Prohormons 25(OH)D wichtig ist. Dieser wirkt sich aber im wesentlichen auf die Calcium Homöostase und die Knochengesundheit aus. Der parakrine und autokrine Vitamin D-Stoffwechsel hängt aber vom nicht über die Leber metabolisierten 25(OH)D-Wert im Blut ab. In diesem Fall gelangt Vitamin D über Diffusion direkt in die Zellen. Der initiale Vitamin D-Wert (unverstoffwechselt) hat eine aber eine Halbwertszeit von nur 24 Stunden. Das bedeutet, dass nach wenigen Tagen eine Unterversorgung des Gewebes und der Zellen mit reinem Vitamin D auftreten kann, selbst wenn z.B. einmal wöchentlich hohe Dosen Vitamin D gegeben werden.

Diese Annahme wird durch den Vergleich vieler Interventionsstudie eindrucksvoll unterlegt. Dr. Hollis fasst zusammen:

  • Eine Einnahme von 400 – 600 I.E/Tag kann allenfalls Krankheitsbildern des Skellets vorbeugen.
  • 400 – 600 I.E./Tag versprechen nur sehr geringe (wenn überhaupt) Ergebnisse für die Gewebe- und Zellgesundheit außerhalb des Knochengewebes.
  • Eine Vitamin D-Einnahme von bis zu 10.000 I.E./Tag und  25(OH)D-Werte bis zu 100 ng/ml (250 nmol/l) sind physiologisch normal.
  • Vitamin D-Studien sollten sich an diesen Erkenntnissen zur regelmäßigen Einnahme orientieren und nicht an der Einfachheit einer wöchentlichen oder gar monatlichen Zufuhr.

Literatur zum Thema

Vitamin D – Das Sonnenhormon. Kompakt-Ratgeber: – Warum die Sonne so wichtig für uns ist – Wie Sie Ihren Vitamin-D-Vorrat auftanken

Der kompakte Taschen-Ratgeber bietet umfassend und praxisnah Informationen rund um Sonnenlicht und Vitamin D:

  • Wie kann ich mich vor Vitamin-D-Mangel schützen?
  • Woher und wie bekomme ich ausreichend Vitamin D?
  • Welchen Nutzen hat das “Sonnenhormon” für meinen Körper?

Nutzen Sie die Kraft der Sonne für Ihre Gesundheit!

Autoren: Jörg Spitz, William B. Grant; Erscheinungsjahr: 2014

Vitamin D und Sonne


Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention

Das Buch ist in einem lockeren Erzählstil geschrieben und eignet sich für Fachleute und Laien, denen die dargestellten Fakten meist nicht bekannt sind: 70-90 % aller Menschen in Deutschland haben eine Vitamin D-Unterversorgung – und wissen es nicht! Dies fördert nicht nur die Osteoporose – wie seit langem bekannt ist – sondern zusätzlich eine Vielzahl von Krankheiten. Dazu zählen die häufigsten bösartigen Tumore (Dickdarm-, weibliche Brust- und Prostata), Herz-Kreislauf- und neurologische Erkrankungen, Diabetes sowie Störungen des Immunsystems (von banalen Infekten bis zur Multiplen Sklerose). Angesichts all dieser Fakten soll mit diesem Buch jedoch nicht der Eindruck erweckt werden, ein neues Wunderhormon sei entdeckt worden. Daher spannt der Jörg Spitz als erfahrener Mediziner im zweiten Teil einen weiten Bogen zu zusätzlichen Defiziten unseres Lebensstils, die zusammen zum tödlichen Defizitsyndrom führen können.

Auto: Jörg Spitz; Erscheinungsjahr: 2009

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