Anno Jordan
RKI Gesundheitszustand Deutschland

Inhaltsverzeichnis

Wie gesund ist Deutschland? Seit Mai dieses Jahres bietet das Robert-Koch-Institut (RKI) ein öffentlich zugängliches Dashboard mit aussagekräftigen Daten zum Lebensstil der deutschen Bevölkerung und deren gesundheitlichem Zustand an. Die Zahlen zeigen: Deutschland braucht eine Neue Gesundheitskultur! Die AMM stellt sich dieser Herausforderung und lädt Sie ein teilzuhaben.

RKI-Zahlen belegen: Jeder zweite betroffen - Chronische Krankheiten als Massenphänomen

Fast jeder zweite Erwachsene in Deutschland leidet unter einer chronischen Krankheit. Mit 49 % gibt das Robert-Koch-Institut diesen Indikator auf seinem neuen „Dashboard zur Gesundheit in Deutschland aktuell“[1] an. Besonders interessant: Die RKI-Daten werden nicht nur laufend aktualisiert, aus ihnen lässt sich auch ablesen, welche Lebensgewohnheiten diesem ernüchternden Bild zugrunde liegen.

Aufgeteilt nach Bundesländern lässt sich auch erkennen: Der Westen und der Süden sind in der Regel weniger chronisch krank als der Osten. Und: Neben dem Alter – wenig überraschend, nehmen mit den Jahren auch die gesundheitlichen Beschwerden zu – spielt vor allem der individuelle Bildungsgrad eine erkennbare Rolle bei der Herausbildung von chronischen Krankheiten. Es liegt auf der Hand: Wer über größeres Gesundheitswissen verfügt, kann bessere Entscheidungen bezüglich des eigenen Lebensstils treffen, gewinnt an Lebensqualität und Krankheiten kann verhindern.

Deutschland hat ein Gewichtsproblem: Weniger als die Hälfte der Bevölkerung mit Normalgewicht

Doch ist es möglich, die großen Krankmacher genauer zu lokalisieren? Auch zum Gesundheitsverhalten der Deutschen bietet die interaktive RKI-Karte interessante Einsichten. So leiden 53 % der Bevölkerung unter Übergewicht, 19 % gar unter Adipositas, also krankhafter Fettleibigkeit mit einem Body-Mass-Index von über 30. Als normalgewichtig gelten gerade einmal 44 % der Erwachsenen. Zwar liefern die Datenexperten der Bundesbehörde nur wenige Zahlen zum Ernährungsverhalten, aber dass hier einiges schiefläuft, liegt somit auf der Hand. Deutschland ernährt sich sehr häufig falsch! Projekte, wie die gemeinnützige NährstoffAllianz der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention (DSGiP), können dabei helfen, diesen Risikofaktor zu minimieren.

Sitzen, stehen, wenig Bewegung – Falsche Lebensstilentscheidungen und Zwänge führen zu Übergewicht

Doch auch die Zwänge des Alltags, die wir als Einzelne oft nicht in der Hand haben, schlagen zu Buche. In der modernen Informations- und Dienstleistungsgesellschaft sitzen oder stehen 39 % der Bevölkerung während ihres Broterwerbs. Während in vergangenen Epochen die Arbeit, meist mit körperlichen Höchstleistungen einher ging, ist dies heute immer seltener der Fall. Besonders bedenklich: Je jünger die Bevölkerungskohorten sind, desto häufiger wird gesessen und gestanden.

Immerhin: Fast die Hälfte der Deutschen gibt an, zumindest in der Freizeit den Empfehlungen für Ausdaueraktivität nachzukommen, beim Muskeltraining – wovon auch das Immunsystem profitiert – sind es immerhin noch 36 %.

Alkohol und Nikotin: Massenkonsum der Giftstoffe

Ebenfalls rund ein Drittel der Bevölkerung sabotiert die eigene Gesundheit jedoch zusätzlich durch Tabakkonsum und regelmäßiges Rauschtrinken. Einzig die zuckersüßen Limonaden scheinen auf Seiten der Schadeinflüsse an Relevanz zu verlieren: Lediglich 12 % der Erwachsenen trinken täglich zuckerhaltige Erfrischungsgetränke. Zu befürchten ist allerdings, dass gerade bei Kindern und Jugendlichen hier die Zahlen um einiges höher sind und vor allem die älteren Semester die Gesamtnachfrage nach Cola, Energie Drinks und Co drücken.

Weitere Gesundheitsindikatoren hält das RKI-Dashboard bereit. So lässt sich aus der Aufstellung ablesen, wie es ums Fahrradfahren bestellt ist (26 % der Erwachsenen fahren eine Stunde pro Woche), wie oft Obst und Gemüse auf dem Speiseplan landen (bei 35 % der Erwachsenen täglich) und wie oft Spazierengehen auf der Tagesordnung steht (53 % der Erwachsenen gehen mindestens zwei Stunden pro Woche zu Fuß).

Alles in allem ist dies zu wenig Bewegung bei gleichzeitig zu häufigem Sitzen und Stehen während der Arbeit. Giftstoffe wie Nikotin und Alkohol erfreuen sich regem Konsum und zwei Drittel der Deutschen verzichten auf die tägliche Portion Obst und Gemüse.

Die Initiative der AMM: Eine Neue Gesundheitskultur

Worin die Lösung für diese Misere liegen kann, deutete sich bereits an: Zwar unterliegen wir alle mehr oder weniger alltäglichen Zwängen und können uns nicht immer optimal gesund verhalten, doch gerade das Wissen um gesundheitsfördernde oder auch krankmachende Lebensstile, entscheidet in hohem Maße darüber, in welche Richtung sich die genannten Zahlen in Zukunft entwickeln.

Die Akademie für menschliche Medizin sieht sich deshalb seit jeher dazu verpflichtet, einen Beitrag zur Gesundheitsbildung zu leisten. Doch weil viele Schadeinflüsse kulturell bedingt sind, bedarf es einer Neuen Gesundheitskultur. Die vor wenigen Wochen gestartete AMM-Plattform mit ebendiesem Namen hat sich diesem Ziel verschrieben, denn gemeinsam ist es immer einfacher als allein.

Die Neue Gesundheitskultur
Qualitative und menschliche Medizin, die möglichst ursachenorientiert, ganzheitlich und natürlich arbeitet – dies ist unser Wunsch für einen neuen Standard in unserem Gesundheitssystem. Die Neue Gesundheitskultur ist eine Plattform für Informationen, Partner und Interessierte, die dieses Mindset teilen. Viel Spaß beim Erkunden!
Zur Plattform »

Für die AMM-Plattform Neue Gesundheitskultur setzen wir auf eine eigens entwickelte, neuartige Strukturierung der wichtigsten Informationen. Zentraler Dreh- und Angelpunkt der Plattform bildet eine graphisch intuitiv verständliche Mindmap. Mit Hilfe dieses Werkzeuges ist es Ihnen möglich, Ihre Entdeckungsreise zu den wichtigsten Fragen für Ihre Gesundheit selbst zu gestalten und so zu lernen, an welchen Stellschrauben Sie drehen können. Die Plattform wird ständig mit neuen Beiträgen erweitert und bietet eine 360°-Wissenssammlung zu den Themen gesunder Lebensstil und Vermeidung von chronischen Krankheiten.

Kuratiert wird das kostenfrei zugängliche Informationsangebot vom Vas Medicus-Gründer Sascha Rodenbusch, der Sie auch regelmäßig zu interessanten Experten-Gesprächen begrüßt:

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Darüber hinaus hält die Neue Gesundheitskultur für die berufliche Weiterbildung von Ärzten, Therapeuten und Heilpraktikern sowie für detailinteressierte Laien kostenpflichtige Kursangebote bereit.

Deutschland gesünder machen – Das ist das Ziel der Neuen Gesundheitskultur

Erfolgreich sind wir dann, wenn die oben aufgeführten Indikatoren eine deutliche Verbesserung der Gesundheitslage in Deutschland anzeigen. Ob Diabetes, Demenz, Multiple Sklerose oder auch Krebs: Die großen Zivilisationskrankheiten stehen im signifikanten Zusammenhang mit unseren individuellen Lebensstilentscheidungen. Daran besteht kein Zweifel. Doch auch das gesellschaftliche Umfeld gilt es zu verbessern, damit ein gutes und gesundes Leben überhaupt möglich ist. Eine solche Neue Gesundheitskultur können wir nur gemeinsam gestalten. Gestalten Sie also mit!

Quellen:

[1] Robert Koch-Institut / RKI (2022): Dashboard zu Gesundheit in Deutschland aktuell - GEDA 2019/2020. Berlin. DOI: 10.25646/9362


Bild von Bruno Nascimento on Unsplash


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