Jörg Spitz

Das Buch „Raus aus der Fluorid-Falle!“ der Kollegin Dr. Nicole Wagner war überfällig und es tut gut, zu sehen, dass es nicht von einem investigativen Journalisten, sondern von einer Zahnärztin geschrieben wurde, also einer Repräsentantin jener Zunft, die seit Jahrzehnten mit großer Überzeugung „Fluorid zum Wohle ihrer Patienten“ einsetzt.

Anstelle nun einzelne der hervorragend recherchierten Fakten hier zu wiederholen, möchte ich gestehen, dass ich als habilitierter Humanmediziner am Anfang meiner „Karriere“ ebenfalls Fluorid-haltige Präparate verwendet habe, und zwar zur Behandlung der Osteoporose. Wie von der Kollegin korrekt für die Zahnmedizin geschildert, wurde nämlich auch in der Humanmedizin von interessierten Kreisen die Parole verbreitet, dass Fluorid den Knochenaufbau fördert. Um mehr über diese Therapie zu erfahren, wurde ich Mitglied in der Internationalen Gesellschaft für Fluoridforschung (ISFR). Dort gab es seinerzeit in der Tat einige Befürworter des therapeutischen Einsatzes von Fluorid am Menschen. Seit rund 20 Jahren sprechen die von der ISFR präsentierten Forschungsergebnisse jedoch eine ganz andere Sprache, die exakt dem Inhalt des hier vorgestellten Buches entspricht: Fluorid ist eine toxische Substanz, die niemand in seinem Körper braucht.

Wie konnte es zu dieser Kehrtwendung kommen? Der Grund hierfür wird im Buch erwähnt: das Fluorid-haltige Himalaya Salz. Der Fluoridgehalt in den Böden nördlich und südlich des Himalayas führt dort zu Vergiftungen von Mensch und Tier. Die beiden am meisten betroffenen Länder sind gleichzeitig die bevölkerungsreichsten dieser Erde: Indien und China. In dem Maße nun, wie sich diese Nationen wirtschaftlich entwickelten, waren sie auch in der Lage, die Ursache für die schweren, verstümmelnden Krankheitsbilder zu erforschen, von denen Millionen Menschen in beiden Ländern betroffen sind: die Fluorose.

Zwar führen die hier bei uns verwendeten geringeren Dosen nicht zu diesen schweren Krankheitsbildern, reichen jedoch als Risikofaktor aus, unsere Zivilisationserkrankungen zu fördern, wie ebenfalls korrekt im Buch beschrieben. Im Klartext erhöht sich damit u. a. die Wahrscheinlichkeit, im Alter an einer eigentlich banalen Grippeerkrankung zu versterben – wie wir gerade eindrucksvoll bei der Covid-19 Epidemie erlebt haben.

Konnte im letzten Jahrhundert die Forschungstätigkeit der IFSR mit den wohlbekannten „steuernden Maßnahmen“ an der Weiterverbreitung gehindert werden, ist dies im 21. Jahrhundert nicht mehr möglich. Entsprechend hat sich die Zahl der Publikationen in den internationalen Datenbanken in den letzten 20 Jahren verdreifacht.

Leider bedeutet dies nicht, dass dieses Wissen auch bereits im Alltag angekommen ist, wie Frau Wagner richtig beklagt: nahezu alle Zahncremes und das Speisesalz werden weiterhin fluoridiert und die Firma Merck hat keine Bedenken, ihr Vitamin D Präparat zur Rachitis Prophylaxe der Säuglinge mit Fluorid zu „verbessern“! Es ist daher zu hoffen und zu wünschen, dass das Buch der Kollegin eine weite Verbreitung erfährt, um die Bevölkerung über dieses Umweltgift aufzuklären. Die von mir gegründete Akademie für menschliche Medizin wird ihren Teil dazu beitragen.

Ihr Prof. Dr. Jörg Spitz

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Beitragsbild: von Bruno /Germany auf Pixabay