Jörg Spitz

Die gerade abflauende Pandemie hat es überdeutlich gemacht: Es fehlt unserer Gesellschaft an Grundlagenwissen zum Erlangen und zum Erhalt von Gesundheit sowie an elementaren Kenntnissen zum Schutz vor Erkrankungen. An mangelnder Dringlichkeit kann dies nicht liegen, wenn man die intensive – nicht immer erfreuliche Diskussion – der letzten 24 Monate Revue passieren lässt. Doch eine Debatte, die von Unkenntnis und Angst geprägt ist, läuft Gefahr statt lösungsorientierter Ansätze, blinden Aktivismus zur Folge zu haben.  Als Akademie für menschliche Medizin sind wir überzeugt: Ein gesellschaftliches Umdenken ist nötig. Gesundheit betrifft uns alle und niemand will durch vermeidbare Krankheiten in seiner Lebensqualität und –spanne eingeschränkt werden. Wie können wir dieses Ziel also gemeinsam erreichen?

Versuchen wir uns zunächst an einer realistischen Bestandsaufnahme in Sachen Gesundheit: Auch unabhängig von pandemischen Ereignissen steuern wir sehenden Auges in eine medizinische Katastrophe bzw. befinden uns mitten in dieser.  Weltweit beklagen wir als Folge dieser Katastrophe bereits 40 Millionen Tote – jährlich! Und das ist keine Horrorstory irgendeines Abendblattes, sondern die offizielle Bestandsaufnahme der Weltgesundheitsorganisation (WHO), welche schon im Juni 2018 publiziert wurde.

Als „Nichtübertragbare Krankheiten“ (NüK) bezeichnet die WHO, jene die im allgemeinen Verständnis meist als Zivilisationskrankheiten bekannt sind. Diese Krankheiten sind es, die jährlich die unvorstellbare Zahl von rund 40 Millionen Menschen töten – davon 15 Millionen im Alter von 30 bis 69 Jahren. Diese Katastrophe trifft alle, gleich welchen Alters! Doch im gesellschaftlichen Bewusstsein, scheint dieser Notstand nicht wirklich angekommen zu sein. Keine grellen Titelseiten, keine Sondersendungen erinnern uns täglich an die missliche Lage, in der wir uns befinden.

Dabei sind die Probleme durchaus greifbar und klar zu bestimmen: 80 Prozent der Todesfälle durch Nichtübertragbare Krankheiten konzentrieren sich auf die vier führenden Killer: Koronare Herzkrankheit mit 18 Millionen Toten, Krebs mit 9 Millionen Toten, Atemwegserkrankungen mit 3,9 Millionen und Diabetes mit 1,6 Millionen Opfern – wie bereits angeführt: jedes Jahr!

Welch eine manifeste Katastrophe! Kommen in naher Zukunft die vermehrten Auswirkungen der befürchteten Wirbelstürme, Wasserfluten, Dürreperioden und der Erhöhung des Meeresspiegels hinzu, möchte man unseren doch so lebenswerten Planeten fast verlassen.

Der Gesundheitskarren

Der Gesundheitskarren steckt zu Beginn des 21. Jahrhunderts tief im Sumpf der Zivilisationserkrankungen – (Zeichnung P. Ruge, Copyright AMM).

Was die oben genannten Zahlen der WHO ebenfalls verdeutlichen, ist die Tatsache, dass die zeitgenössische Medizin mit diesen Erkrankungen und damit mit der Behandlung vieler Millionen Menschen weltweit schlicht überfordert ist. Sie kann zwar Diagnosen stellen, die Symptome behandeln, das Leid und die Schmerzen der Erkrankten lindern, jedoch die Krankheiten zum Großteil nicht heilen und nur beschränkt im Vorfeld verhindern. Der Gesundheitskarren steckt offensichtlich tief im Krankheitssumpf. Doch statt zu verzagen, sollten wir gemeinsam versuchen ihn wieder herauszuziehen!

Was ist zu tun?

Offensichtlich befinden wir uns bei vielen medizinischen Fragen auf dem Holzweg und wie auch bei der sich anbahnenden Klimakatastrophe, trägt dafür nicht der Einzelne die Verantwortung, sondern die menschliche Gesellschaft insgesamt. Die Richtung ihrer Entwicklung können Gesellschaften aber nur gemeinsam ändern. Wir wollen deshalb einen großen Schritt nach vorne gehen und laden Sie ein, uns auf diesem Weg zu begleiten.

Umfangreiche Forschungsergebnisse zu Beginn des 21. Jahrhunderts lassen keinen Zweifel daran, dass die speziellen geophysikalischen Rahmenbedingungen der Erde vor Milliarden von Jahren zur Entwicklung des Lebens auf dem blauen Planeten geführt haben. Diese großen Zusammenhänge sind bereits seit längerer Zeit bekannt. Unbekannt war bis vor kurzem allerdings die Tatsache, dass der Mensch kein unabhängiges Lebewesen, sondern symbiotischer Bestandteil einer „irdischen Biomasse“ ist, mit der er – ebenso wie mit der physikalischen Umwelt – im ständigen Austausch steht. Gerade der neue wissenschaftliche Fachbereich der Epigenetik bietet hier wertvolle Ansätze für das Verständnis von Mensch, Umwelt und Gesundheit. Die Orthomolekularmedizin liefert uns wichtige Erkenntnisse für die richtige Versorgung unseres Organismus mit Mikronährstoffen und die Psycho-Somatik gilt es, zur Öko-Psycho-Somatik – die auch unsere Umwelteinflüsse berücksichtigt – weiterzuentwickeln. Kurz gesagt: Eine Neue Gesundheitskultur kann und muss sich an interdisziplinär ausgerichteten, wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen orientieren, welche das vorherrschende pharmazeutische Paradigma erweitern und dort wo erforderlich auch in Frage stellen.

Eine Neue Gesundheitskultur

Diese Erkenntnisse bieten hoffnungsvolle Perspektiven. Angesichts der systemischen Zusammenhänge und der Bedürfnisse des Menschen lassen sich anwendbare Konzepte entwickeln, die den Krankheits-Tsunami, der uns als Begleiterscheinung moderner zivilisatorischer Errungenschaften überrollt, überwinden können. Eine Neue Gesundheitskultur muss Bestandteil des sich anbahnenden allgemeinen Kulturwandels in der Gesellschaft werden und den elementaren Bedürfnissen der Menschen Rechnung tragen.

Die Inhalte dieser Neuen Gesundheitskultur dürfen sich allerdings nicht mehr nur auf den Menschen beschränken, sondern müssen auch seine Um- und Lebenswelt berücksichtigen. Diese Sicht berücksichtigt neben den Interaktionen des Menschen mit der physikalischen Umwelt auch das Zusammenspiel mit allen dort vertretenen Lebewesen, sprich seinen Symbionten in der Biomasse der Erde.

Die Plattform Neue Gesundheitskultur der AMM

Mit der Schaffung einer eigenen Plattform und eines Kommunikationskanals zur Neuen Gesundheitskultur unter dem Dach der AMM gehen wir mit gleichgesinnten Partnern aus Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft nun einen bedeutenden Schritt auf diesem Weg. Mit ausgesuchten schriftlichen und multimedialen Beiträgen wollen wir auf diese Weise interdisziplinär und allgemein verständlich das Wissen um eine Neue Gesundheitskultur und um die eigenen Möglichkeiten zum Erhalt und zum Erlangen von Gesundheit gesellschaftlich breit verankern. Dieser Teil der AMM-Plattform wird weitestgehend frei von Produktwerbung sein und allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung stehen. Wir werden dort lediglich Literaturhinweise geben und auf ausgesuchte Weiterbildungsangebote der AMM und unserer Partner hinweisen.

Zum Start stellen in einem aktuellen Interview Prof. Dr. med. Jörg Spitz und der redaktionelle Leiter für diesen Bereich, Sascha Rodenbusch, die Plattform Neue Gesundheitskultur detailliert vor:

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Fazit

Wir können heute mit Sicherheit und auf Grundlage einer breiten Datenbasis sagen, dass die evolutionäre Umwelt einst alle wesentlichen Faktoren für unsere Gesundheit enthalten hat. Diese ideale Situation ist vom Menschen durch die Entwicklung der Zivilisation massiv gestört worden, woraus nicht nur der Komfort der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften resultierte, sondern eben auch eine Verseuchung der natürlichen Umwelt mit Schadstoffen sowie ein Verlust von essenziellen Ressourcen für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Sozusagen als Gegengewicht soll eine Neue Gesundheitskultur gezielte Maßnahmen entwickeln, deren Ziel es ist, im Sinne der Verhältnis- und Verständnisprävention die verloren gegangenen Ressourcen wieder zur Verfügung zu stellen sowie die Anzahl der Schadeinflüsse zu minimieren.

Gelingt dies, ist es dem einzelnen Menschen leichter möglich, sich wieder gesünder zu verhalten und damit seine evolutionär angelegten Potenziale neu zu entfalten, zu denen vor allem auch eine stabile Gesundheit und hohe Resilienz gehören.

Bei bewusster Berücksichtigung dieser Erkenntnisse steht diese Neue Gesundheitskultur in keinem Gegensatz zur modernen Schulmedizin, und auch nicht zur technologischen Entwicklung. Die gesundheitsfördernde Weiterentwicklung des menschlichen Umfelds und der menschlichen Gesellschaft muss Antrieb unseres Lebens und unsere gemeinsame, gesamtgesellschaftlich akzeptierte Zielvorstellung bleiben.

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Qualitative und menschliche Medizin, die möglichst ursachenorientiert, ganzheitlich und natürlich arbeitet – dies ist unser Wunsch für einen neuen Standard in unserem Gesundheitssystem. Die Neue Gesundheitskultur ist eine Plattform für Informationen, Partner und Interessierte, die dieses Mindset teilen.

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