Zahnmedizinische Amalgamfüllungen im Zusammenhang mit dem perinatalen Tod und Schwangerschaftsrisiken

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Zwei Studien aus dem letzten Jahr, die Zahnfüllungen aus Amalgam mit Schwangerschaftsrisiken in Verbindung bringen, bestätigen wieder einmal, dass laut der International Academy of Oral Medicine and Toxicology (IAOMT) dringend Maßnahmen zum Schutz von Säuglingen vor den allzu gut bekannten Risiken von Quecksilber erforderlich sind. Eine wachsende Zahl von Ländern hat inzwischen regulatorische Maßnahmen ergriffen, um den Gebrauch von Zahnfüllungen aus Amalgam bei Frauen und Kindern zu verhindern, da diese Füllungen etwa 50% Quecksilber enthalten.

Immerhin: Im Sommer letzten Jahres hat das Europäische Parlament ein Verbot von Zahn-Amalgamfüllungen für Kinder unter 15 Jahren sowie für schwangere und stillende Frauen erlassen, mit dem Ziel, Zahn-Amalgam bis 2030 vollständig zu verbieten. Andere Weltregionen haben ebenfalls Maßnahmen gegen Zahnamalgam ergriffen, was vor allem auf einem Abkommen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) zurückzuführen ist, das zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den negativen Auswirkungen von Quecksilber geschaffen wurde.

Die Dringlichkeit dieser Regelung wird an den beiden oben erwähnten Studien deutlich.

Die eine, veröffentlicht im Dezember 2018 in PLoS ONE von Forschern in Norwegen, umfasste über 72.000 schwangere Frauen mit Daten über die Anzahl der Zähne, die Amalgamfüllungen enthalten. Lars Bjorkman und seine Co-Autoren entdeckten einen "statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Anzahl der mit Zahnamalgam gefüllten Zähne und dem Risiko eines perinatalen Todes". Durch eine erhöhte Exposition von 0 auf 16 mit Amalgam gefüllte Zähne prognostizierte das entwickelte Modell ein fast doppelt so hohes Risiko für einen perinatalen Todesfall.

Siehe: Björkman, L., Lygre, G. B., Haug, K., & Skjærven, R. (2018). Perinatal death and exposure to dental amalgam fillings during pregnancy in the population-based MoBa cohort. Plos One, 13(12). doi:10.1371/journal.pone.0208803

Eine weitere ebenso relativ neue Studie von Forschern in Ägypten untersuchte die Schwangerschaftsergebnisse, den Harnquecksilberspiegel und die Aktivität von Antioxidanten im Blut bei einer Kohorte von 64 schwangeren Zahnärztinnen bzw. Dentalfachkräften und 60 weiteren schwangeren Frauen. Sie fanden heraus, dass schwangere Dentalmitarbeiterinnen deutlich höhere Risiken hatten, spontane Fehlgeburten sowie Präeklampsie zu entwickeln und für das Schwangerschaftsalter zu kleine Babys zur Welt zu bringen ". Die Studie erschien Anfang des Jahres 2018 in der “peer-reviewed” medizinischen Publikation “The International Journal of Occupational and Environmental Medicine”.

Siehe: El-Badry, A., Rezk, M., & El-Sayed, H. (2018). Mercury-induced Oxidative Stress May Adversely Affect Pregnancy Outcome among Dental Staff: A Cohort Study. The International Journal of Occupational and Environmental Medicine, 9(3), 113-119. doi:10.15171/ijoem.2018.1181

Fazit:

Quecksilber und andere Umwelttoxine stellen ein erhebliches Risiko für Schwangere und ihren noch ungeborenen Nachwuchs sowie den Säugling dar. Die Belastung durch Amalgam ist vermeidbar - auch unabhängig von einer EU-Richtlinie, die ja auch umgesetzt werden muss. Lassen Sie sich nichts erzählen, wenden Sie sich an systemisch agierende Zahnärztinnen oder Zahnärzte und verbannen Sie Amalgam und andere potentielle Quecksilberträger so weit wie irgend möglich aus Ihrem Umfeld. Nicht nur Ihr Nachwuchs wird es Ihnen danken.

Wenn Sie mehr zum Thema Schwangerschaft und auch Umwelttoxine erfahren wollen, Sei Ihnen der Kongress für menschliche Medizin am 6. und 7. April empfohlen. Vielleicht ergattern Sie noch Resttickets, aber eine Teilnahme am Live-Streaming ist in jedem Fall möglich.

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Beitragsbild: www.unsplash.com