Tagarchive: Medizinkritik

Heilen jenseits der Schulmedizin – die Kraft der Psyche

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Welche Rolle Zuwendung und Gefühle spielen, wie das Gehirn Heilung steuert und warum man nicht zwingend einen Chirurgen braucht, um einen Kreuzbandriss zu heilen, wird in der gerade bei 3sat noch einmal gesendeten Dokumentation wieder einmal mehr als deutlich.

Die “Mind-Body-Achse”

Im Beispiel der vom Physiotherapeuten Mohamed Khalifa durchgeführten ganzheitlich regenerativen Behandlung erfuhren 90% der Patienten ein wesentliche Verbesserung der Beweglichkeit und konnten nach Abschluss der Behandlung ohne Einschränkungen Sport treiben, bei 50% war das Kreuzband komplett geheilt. Im Vergleich dazu trat dieser Heilungseffekt bei keinem der Patienten aus der reinen Physiotherapiegruppe auf. Die Kombination aus Bewegung, Gedanken und Gefühlen löste biochemische Prozesse aus. Zum Beispiel erhöhten sich während und kurz nach der Behandlung die Zahl der Stammzellen im Blut und die Verfilzung der Faszien wurde andauernd reduziert. Neue Bindegewebsfasern wurden aufgebaut und das Knie wurde wieder beweglich.

Aber der Film von Kurt Langbein geht weiter, er zeigt die Erfolge der Hypnose bei Morbus Crohn Patienten, die Rückbildung von Tumoren  bei Krebspatienten durch Meditation und zeigt mit welchen – für uns teilweise abstrus erscheinenden Methoden – bei traditionellen Heilern die “Mind-Body-Achse” aktiviert wird.

Fazit: Unter diesem Licht erscheint die künstliche Trennung zwischen Behandler und Behandeltem über doppeltblinde placebo-kontrollierte Studien zum Nachweis eines Behandlungserfolges wieder einmal als zumindest stark eingeschränkte Sicht der Wirklichkeit. In vielen Fällen (nahezu allen) kann eben nur im Dreiklang Arzt (Therapeut), Patient und Agens (Ritual, allopathisches oder homöopathisches Medikament,…) überhaupt ein Heilungsprozess einsetzen. Nicht nur dieser Film unterstützt daher unseren Einsatz für eine menschliche Medizin.


Buchtipps zum Thema:

von Cornelia Löhmer (Autorin), Rüdiger Standhardt (Autor), Michael Brück (Vorwort), Britta Hölzel (Mitwirkende), Ulrich Ott (Mitwirkende)

Erscheinungsjahr 2015

von Kelly A. Turner / Maria Teusianu (Übersetzerin)

Erscheinungsjahr 2015

von Gerald Hüther

Erscheinungsjahr 2010


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Placebo – die Kraft der Verbindung zwischen Körper & Geist

Franziska Wissen

Franziska Wissen

2012 Studium an der Maastricht University (Master of Health Promotion and Health Education). Selbstständige Gesundheitswissenschaftlerin in Projekten der ganzheitlichen Gesundheitsförderung, u.a. in der Raucherentwöhnung, Tabak- und Alkoholprävention, Unternehmenscoaching (Ernährung, Bewegung und Stressmanagement). Mitglied des Vorstandes bei der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung (DGPE).
Franziska Wissen

Die ganzheitliche Betrachtung einer Person spielt für die Genesung eines Patienten eine enorm wichtige Rolle. Mit Hinblick auf den Placebo-Effekt ist die Verbindung zwischen Körper und Geist als eine Einheit unabkömmlich. Folgendes Video beschäftigt sich unter anderem mit der Frage: „Wie kann der bloße Glaube an „etwas“ die Biochemie in unserem Körper beeinflussen?“.

Weltweit erforschten Wissenschaftler bereits die physiologischen Prozesse des Placebos. Mittlerweile kann man zum Beispiel, dank einer Reihe von Studien, ziemlich eindeutig erklären wie das Schmerzempfinden im Körper, durch die Gabe eines Placebos (ähnliche Struktur wie Morphium), gedämpft werden kann. Auch bei Übelkeit und sogar schweren Persönlichkeitskrankheiten wie Parkinson können mithilfe von Placebos positive Behandlungseffekte erzielt werden.

Dieses Video beschreibt nicht nur die Wirkungsweise des Placebos sehr bildhaft und verständlich, sondern beschäftigt sich auch mit der aktuellen Frage vieler Wissenschaftler, welche Auslöser es für die hochinteressanten und einzigartigen Erfolge des Placebos gibt.

Wie die Pharmaindustrie sich den Placebo-Effekt zunutze macht und welche besondere Rolle die Beziehung zwischen Therapeut und Patient spielt können sie hier sehen.

 

https://youtu.be/jhfM6MkkA6c

 

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Tödliche Medizin – Vortrag Prof. Gøtzsche zum Dilemma der Pharmakotherapie

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Videodokumentation des Symposiums “Weniger ist mehr” –
Neue Wege für den Patienten in die Gesundheitsversorgung am 22.05.2015

Das  Symposium fand in der Berliner Repräsentanz der Bosch-Stiftung – mit freundlicher Unterstützung der Carl und Veronica Carstens Stiftung – statt. Gastgeber war Prof. Robert Jütte, Leiter des Institut der Geschichte der Medizin (IGM) der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart. Er organisierte zusammen mit Prof. Harald Walach von der Europa-Universität Viadrina, Prof. Andreas Michalsen von der Charité und Prof. Stephan Breidenbach von der Viadrina die Veranstaltung.

Die Vorträge der Veranstaltung sind ein Muss für jeden aufgeklärten Mediziner, Therapeut und Patienten. Ein Highlight war der Vortrag von Peter Gøtzsche. Prof. Walach sagt dazu: ” Zum ersten Mal [..hat..] nicht irgendein Journalist, frustrierter Editor oder Whistleblower, sondern einer der profiliertesten Köpfe aus einer der intellektuell anspruchsvollsten und methodisch unangefochtenen Gruppierungen des Wissenschaftsbetriebes, der Leiter des Skandinavischen Cochrane Centres, die unerhörte Behauptung erhoben, die immer noch juristisch und sachlich unangefochten im Raum steht: Die Pharma-Industrie ist schlimmer als die Mafia. Denn sie bringt mit ihren Produkten auf dem Weg zum Profit mehr Menschen um als die Mafia, nimmt deren Tod wissend und billigend in Kauf, eben weil sie riesige Profite machen will.”

Seien Sie gespannt auf einen mehr als Fragen aufwerfenden Vortrag, der ein besonderes Schlaglicht auf die Psychiatrie wirft!

 


Das Buch zum Thema:
Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert – Peter C. Gøtzsche, 2014


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