Tagarchive: Diabetes

Kurzgefasst: Vitamin D Update 2016 – W. März

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz

https://www.youtube.com/watch?v=9Oox96xWuA0

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Die Erfassung des Vitamin D Status eines Menschen erfolgt über die Messung im Blut. Ein insuffizienter Status ist definiert als < 20 ng/ml. In diesen Bereichen reguliert der Körper gegen.
  • Mit einem Vitamin D Mangel sind verschiedenste Erkrankungen assoziiert, Herr März erläutert im Vortrag die aktuelle Studienlage für die nachfolgenden Krankheitsbilder.
  • Herzkreislauferkrankungen: In einem Mausexperiment wurde der Vitamin D Rezeptor der Herzmuskelzellen ausgeschaltet. Die Folge war eine kardiale Hypertrophie (krankhafte Herzmuskelzunahme). Andere Studien zeigen: ein ausreichender Vitamin D Spiegel senkt den systolischen Blutdruck um 2-6 mmHg.
  • Übergewicht: Vitamin D hilft nicht beim Abnehmen. Vielmehr verschwindet es bei übergewichtigen Menschen im Fettgewebe und ein Vitamin D-Mangel kann eine Folge sein. Bei einer Gewichtsabnahme wiederum steigen die Vitamin D Spiegel.
  • Diabetes: Ausreichend Vitamin D senkt den Blutzucker (gemessen am HbA1c = Langzeitwert).
  • Knochengesundheit: Die Häufigkeit von Frakturen sinkt bei einem suffizienten Vitamin D-Spiegel. Die täglich Einnahme wirkt hier besser als eine einmalige Gabe hoher Dosen (siehe auch: Achtung: Tägliche Vitamin D-Einnahme schlägt wöchentliche oder monatliche Gabe!).
  • Schwangerschaft und Fertilität: Ein ausreichender Vitamin D-Status der Mutter schützt vor Frühgeburtlichkeit, beim Neugeborenen zeigten sich u.a. niedrigere Inzidenzraten von Asthma.
  • Krebs: Eine adäquate Vitamin D-Versorgung verhindert nicht die Entstehung von Krebserkrankungen, jedoch sinkt die Krebs-Mortalität.
  • Infektionen: Die Entstehung jedweder Atemwegsinfektionen wird durch ausreichend Vitamin D vermindert.
  • Neurodegenerative Erkrankungen: Es besteht eine Abhängigkeit von Demenz und verminderter Sonneneinstrahlung. Eine Vitamin D-Defizienz ist assoziiert mit Alzheimer (siehe auch: Demenz und Ernährung (III) – Vitamin D in der Alzheimer-Prävention!).

Und jetzt noch passende Literaturtipps: 


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Kurzgefasst: Garantiert gesundheitsgefährdend – Wie uns die Zucker-Mafia krankmacht. H.U. Grimm

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz

https://www.youtube.com/watch?v=q39xLPg_-fw

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Zucker steht möglicherweise im Zusammenhang mit vielen Zivilisationskrankheiten wie Demenz, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen. Noch immer ist die wissenschaftliche Lage zum Thema Zucker nicht eindeutig. Ob es z.B. eine Zuckersucht gibt, ist medizinisch umstritten, was Zucker im Gehirn bewirkt ist jedoch erforscht: er besetzt hier die gleichen Rezeptoren wie beispielsweise Kokain.
  • Prof. Lustig aus den USA beschreibt Zucker als Teil eines „toxic environments“ (schädliche Umwelt). In vielen „nichtsüßen“ Industrienahrungsmitteln (u.a. Tütensuppe, Chips, Chiabattabrötchen) ist Zucker zugesetzt, ohne dass der Verbraucher es weiß. Zudem ist Zucker überall zugänglich, so beispielsweise ein Süßwarenautomaten in einem Kinderkrankenhaus auf der Diabetesstation.
  • Zucker ist in unserem Leben so allgegenwärtig, da die Zuckerförderung als staatliche Aufgabe und politisches Thema oberster Stelle gehandhabt wird, z.B. in Form der International Sugar Organisation. Die Zuckerlobby hat Einfluss bei den verschiedensten gesundheitspolitischen Treffen z.B. der WHO oder der United Nations.
  • Der Artikel aus dem Jahr 1998 „Carbohydrates in human nutrition“ (Autoren: WHO und Food and Agriculture Organisation of the United Nations) beschäftigt sich mit den Zusammenhang zwischen Zucker in Bezug auf Fettleibigkeit, Diabetes, Karies, Hyperaktivität bei Kindern etc. Die Erkenntnisse wurden in der Presse falsch wiedergegeben.
  • Die medizinischen Kosten von Diabetes betragen deutschlandweit 60 Milliarden Euro pro Jahr. Zudem gibt es weltweit gibt es ca. 30 Mio. Tote pro Jahr aufgrund „schlechter“ Ernährung. Von Seiten der Pharma- und Zuckerindustrie besteht ein Interesse, diese Zahlen aufrecht zu erhalten. Prof. Unschuld beschreibt dies als „Gesundheit als Ware“. Heutzutage ist für die Gesundheitswirtschaft der Kranke genauso wertvoll wie der Gesunde.
  • Dies spiegelt sich auch in Handlungen der EU wieder: gefördert wird sowohl die Diabetesforschung als auch die Zuckerlobby.
  • Fazit: Das Thema Zucker berührt so viele verschiedene Interessensgemeinschaften, dass eine objektive Analyse der medizinischen Daten bis zum heutigen Tage schwierig ist.

Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Dr. med. Kurt Mosetter, Thorsten Probost, Dr. Wolfgang A. Simon, Anna Cavelius

Erscheinungsjahr 2014


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Kurzgefasst: Morbus Alzheimer: Mikronährstoffe in der Vorbeugung und Therapie – U. Gröber

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz

https://www.youtube.com/watch?v=T9tX6xQ6qno

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Der Mikronährstoffstatus (z.B. Folsäure, Vitamin B6, Vitamin B12, fettlösliche Vitamine) zeigt sich bei Alzheimerpatienten im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe signifikant vermindert.
  • Mikronährstoffe wirken antientzündlich und antioxidativ. Zudem hemmen sie die Proteinglykosylierung.
  • Dies ist von Bedeutung, da die Endprodukte der Glykosylierung (AGE = advanced glycation endproducts) im Gehirn eine neurotoxische Wirkung haben.
  • Die neurotoxische Wirkung der AGEs wird verstärkt durch das Alzheimer spezifische ß-Amyloid, die Überlebensfähigkeit der Neurone sinkt drastisch.
  • AGEs werden entweder mit der Ernährung aufgenommen (z.B. verbranntes Fleisch) oder entstehen durch zu hohe Blutzuckerspiegel.
  • Zudem induzieren AGEs Entzündungsfaktoren und oxidativen Stress. Es entsteht ein Teufelskreislauf, da das menschliche Gehirn eine schlechte Versorgung mit antioxidativen Schutzenzymen hat.
  • Bei Alzheimer Patienten ist der mitochondriale Energiestoffwechsel (Mitochondrien = Kraftwerke der Zelle) gestört. Bestimmte Enzyme zeigen eine stark verminderte Aktivität. Mikronährstoffe, z.B. das Vitamin B1 Derivat Benzothiamin, können die Aktivität dieser Enzyme verbessern.
  • Neben AGEs hat eine Erhöhung des Homocysteins im Blut eine negative Auswirkung auf die Gehirnleistung: es bewirkt eine neuronale Apoptose (Nervenzelluntergang). Außerdem führt es zu einer vorzeitigen Alterung der Gefäße und Störungen der Gefäßfuntkion. Auch hier kann Vitamin B helfen, den Homocysteinspiegel zu senken.
  • Mikronährstoffe können vor allem in frühen Stadien des M. Alzheimers wirken.
  • Eine wichtige Rolle bei der Störung der Mikronährstoffversorgung spielt neben einer unzureichenden Ernährung vor allem die Wechselwirkung von Medikamenten. So hemmt z.B. Metformin (das wichtigste Medikament in der Behandlung des Typ 2 Diabetes) die Vitamin B12 Aufnahme.
  • Ebenso zu den Mikronährstoffen zählen die Spurenelemente Selen, Kupfer, Zink und Mangan. Sie sind über das Enzym der Superoxiddismutase wichtig für die Entgiftung von freien Radikalen.
  • Selen ist direkt in die menschliche DNA eingebaut. Es reduziert die Belastung mit Entzündungsfaktoren über die Ausschaltung eines Transkriptionsfaktors.

Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Uwe Gröber

Erscheinungsjahr 2014


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Kurzgefasst: Magnesium und Alzheimer – K. Kisters

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz.

https://www.youtube.com/watch?v=aslkfKkKECg

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Es gibt weltweit 40 Millionen Demenzerkrankte, dabei steht die Alzheimer Demenz an erster Stelle.
  • In Zukunft wird die Zahl der Demenzpatienten weiter zunehmen.
  • Es gibt Risiko- und Schutzfaktoren für die Erkrankung an der Alzheimer Demenz. Risikofaktoren sind u.a. hohes Alter, Übergewicht, Diabetes, Pestizide, Aluminium, Rauchen, Alkohol, soziale Isolation und geistige Inaktivität. Schutzfaktoren können sein: mediterrane Kost, sportliche Aktivität, Muskeltraining, Kaffee, soziale Interaktion, geistige Aktivität und Magnesium.
  • Bei Demenzerkrankten liegt meist ein ausgeprägter Magnesiummangel vor.
  • Patienten mit Magnesiummangel haben außerdem ein erhöhtes Risiko, an Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfällen, Fettstoffwechselstörungen und Gefäßverkalkungen zu erkranken.
  • Magnesium spielt eine Schlüsselrolle im Körper, da ca. 300 Enzyme und Proteine Magnesium abhängig funktionieren.
  • Hinsichtlich der Alzheimer Demenz ist es wichtig, präventiv tätig zu werden. Das bedeutet, einen bestehenden Magnesiummangel bereits bei Risikopersonen bzw. direkt zu Krankheitsbeginn auszugleichen.

Und jetzt noch passende Literaturtipps: 

von Mary T. Newport, Helga Rohra (Vorwort), Rotraud Oechsler (Übersetzer)

Erscheinungsjahr 2014

von Gerald Hüther

Erscheinungsjahr 2010

von Dr. med. Michael Nehls

Erscheinungsjahr 2014


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Kurzgefasst: Wovon lebt unser Gehirn? Ulrike Gonder

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz.

https://www.youtube.com/watch?v=wVNQrQM4vds

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

Diabetes Adé

Franziska Wissen

Franziska Wissen

2012 Studium an der Maastricht University (Master of Health Promotion and Health Education). Selbstständige Gesundheitswissenschaftlerin in Projekten der ganzheitlichen Gesundheitsförderung, u.a. in der Raucherentwöhnung, Tabak- und Alkoholprävention, Unternehmenscoaching (Ernährung, Bewegung und Stressmanagement). Mitglied des Vorstandes bei der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung (DGPE).
Franziska Wissen

Dr. med. Walle hält einen fesselnden Vortrag über eines der weltweit größten, durch unseren Lebensstil verursachten Probleme: Diabetes! In Deutschland leiden bereits ca. 10% der Männer und 8% der Frauen an Diabetes. Innerhalb von 60 Jahren gab es deutschlandweit eine Steigerung von 800 000 (1950) Diabetikern auf 8 Millionen (2010). Dieser enorme Anstieg in einer so kurzen Zeitspanne zeigt, dass es sich hierbei nicht um eine Veränderung der Gene handelt – sondern um die Folgen unseres Verhaltens!

 

Ist Diabetes heilbar?

Dass Diabetes vermeidbar ist steht nicht mehr zur Diskussion. Allerdings stellt Dr. Walle zu Beginn des Vortrages die Frage nach einer möglichen „Heilung von Diabetes“, die sich wie ein roter Faden durch seinen Vortrag zieht. Bei deren Beantwortung kommt Dr. Walle u.a. auf die aktuellen Versorgungsleitlinien bei Diabetes zu sprechen: Schulungen, Ernährungstherapien, Bewegung und Raucherentwöhnung. Er analysiert diese Methoden in seinem Vortrag und präzisiert die oft sehr allgemein gehaltenen Aussagen insbesondere im Bereich Ernährung!

 

Weitere Themen des Vortrags, auf die Dr. Walle im Detail eingeht und die Begründung seiner Auffassung, dass Diabetes heilbar ist:

  • Die Rolle von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten bei Diabetes
  • Ursachen von Diabetes
  • Folgen von Diabetes
  • Metabolisches Syndrom
  • Fettleber und Leberfasten
  • Lebensstil und Umwelteinflüsse

 

Im Kongressprogramm menschliche Medizin 2015 finden Sie den Abstrakt zum Vortrag

 

Hier bekommen Sie einen kostenlosen Einblick in den Vortrag von Dr. Walle.

 

https://www.youtube.com/watch?v=YFgxpfyfSxg

Wissensdurstig?

Das Wissenspaket zum Thema Lebensstilmedizin und Prävention:
Alle Vorträge der Konferenz für menschliche Medizin 2015 als Gesamtpaket
Gesamtpaket: 70 €
(insgesamt 17 Vorträge, mehr als 20 Stunden Videomaterial)

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Lektüre zum Fest – Gesundheit in Deutschland

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Manchmal hat man ja zwischen den Festtagen Zeit für gewichtige Werke. Anders kann man den im Dezember vorgestellten 500 Seiten Report des RKI (Robert Koch Institut) und DETSTATIS unter dem etwas hölzernen Titel:

„ GESUNDHEIT IN DEUTSCHLAND – Gesundheitsberichterstattung des Bundes gemeinsam getragen von RKI und DESTATIS”

nicht bezeichnen.

Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen!

Soviel sei gesagt, es lohnt sich hereinzuschauen. Nicht nur für eingefleischte Statistikfans ergeben sich erhellende Einsichten. Schauen wir doch einmal auf den Diabetes:

Fakt 1: Die Lebenszeit-Prävalenz für eine Diabetes Diagnose liegt bei Erwachsenen im Alter von 70 – 79 Jahren bei über 20%!

2015-12-23 Lebenszeit Prävalenz Diabetes I
Fakt 2: Frauen mit niedrigem sozio-ökonomischen Status erkranken ca. 4 – 5 mal häufiger an Diabetes als ihre solventen, gut ausgebildeten Geschlechtsgenossinnen!

2015-12-23 Lebenszeit Prävalenz Diabetes II

Hätten Sie es gewusst?

Und so finden sich viele Auswertungen und Daten zu den Volkskrankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, den Tumorerkrankungen, den psychischen Leiden und vielem mehr, die nicht nur nachdenklich machen, sondern uns als Vorkämpfer für Prävention und Lebensstil-Medizin in unserer Arbeit bestätigen.

Fazit: Wir brauchen ein Umfeld in dem sich Verhaltensprävention, Verhältnisprävention und Verständnisprävention optimal ergänzen. Denn nur wenn der Einzelne die Folgen seines Handelns versteht, ist er in der Lage sein Verhalten anzupassen und seine Lebensverhältnisse so zu modifizieren, dass seine Gesundheit langfristig erhalten bleibt oder zurückkehrt*.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein besinnliches, kraftspendendes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes 2016. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch und die Zusammenarbeit.

Ihre Akademie der menschlichen Medizin

 

*Das Kapitel über Diabetes können Sie ja auch gerne nach den Festtagen lesen…


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Maissirup (HFCS) und sieben damit verbundene moderne Plagen

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Maissirup oder HFCS (High Fructose Corn Sirup) wird vor allem in den USA als Süßungsmittel in Lebensmitteln und für fast alle Softdrinks verwendet. Aber auch in Deutschland ist Maissirup in vielen Lebensmitteln wie Joghurt, Brot, Fertigsoßen und in einigen Limonaden enthalten. Maissirup muss hierzulande in Lebensmitteln leider erst ab einem Gehalt von fünf Prozent Fructose als Glucose-Fructose-Sirup oder Fructose-Glucosesirup deklariert werden.

Dabei ist bekannt und wissenschaftlich untermauert, dass HFCS für mindestens sieben moderne Plagen mitverantwortlich ist:

Diabetes

Forscher an der University of Southern California und der Oxford University haben herausgefunden, dass High Fructose Corn Sirup (HFCS) mit der schnell wachsenden Rate von Diabetes in den USA verknüpft werden kann. Ihre Forschung, die in der medizinischen Fachzeitschrift Global Public Health veröffentlicht wurde, zeigte, dass der HFCS Verbrauch mit einer 20 Prozent höheren Prävalenz von Diabetes verbunden ist. Sie fanden auch heraus, dass dieses verstärkte Aufkommen von Diabetes unabhängig von der Gesamtmenge des Zuckerkonsums oder von Fettleibigkeit auftrat.

Quelle: High fructose corn syrup and diabetes prevalence: a global perspective, 2013 (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23181629)

Nicht-alkoholische Fettleber

Der hohe Fructoseverbrauch in den westlichen Staaten führt nachweislich zu einem massiven Auftreten der nicht-alkoholischen Fettleber. Die Verstoffwechselung von Fructose erfolgt unabhängig von Insulin hauptsächlich in der Leber, in welcher der Fructoseüberschuss leicht in Fett umgewandelt wird. Der erste Schritt zur nicht-alkoholischen Fettleber ist getan.

Übergewicht

Tim Reckmann / pixelio.de

Tim Reckmann / pixelio.de

 

Das HFCS und Zucker generell mitverantwortlich für Übergewicht sind, ist eine Binsenweisheit, die – wie schon anderweitig erwähnt – von der Zuckerindustrie massiv verleugnet wird. Besonders erschreckend ist aber, dass dies im Besonderen für Übergewicht im Kindesalter gilt. Eine Metanalyse von 2013 zeigt eine eindeutige wissenschaftliche Evidenz, dass HFCS zu Übergewicht bei Kindern führt.

 

Quelle: Does consumption of high-fructose corn syrup beverages cause obesity in children? (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23630060)

Energiemangel

High Fructose Corn Sirup erfordert im Vergleich zu anderen Kohlehydraten eine größere Energiemenge, um durch den Darm absorbiert zu werden. Jedes Fructosemolekül benötigt dabei zwei Phosphormoleküle aus dem Energieträger unseres Körpers: dem ATP. Das Ergebnis: Energiemangel.

Chronische Entzündung

HFCS trägt zum „leaky gut“ Syndrom des Darms bei. Maissirup perforiert die Darmschleimhaut, sodass nur teilweise verdaute Nahrung, Fäkalien und schädliche Bakterien über die Darmwand direkt ins Blut gelangen. Das Ergebnis: eine chronische Entzündung und eine überaktives Immunsystem. Die Grundlage für Autoimmunerkrankungen ist geschaffen.

Lernschwierigkeiten

In einer weiteren aktuellen Studie der University of Southern California, fanden die Forscher heraus, dass der tägliche Konsum von Getränken, die mit HFCS gesüßt sind, das Lernen und die Fähigkeit sich an Informationen zu erinnern bei Ratten beeinträchtigt und zu neurologischen Entzündungsvorgängen in der Hippocampusregion führt.

Quelle: Effects of sucrose and high fructose corn syrup consumption on spatial memory function and hippocampal neuroinflammation in adolescent rats, 2015 (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25242636)

Erhöhter Blutdruck und Risiko für Herzkreislauf-Krankheiten

Eine Studie der University of Colorado, die in der Zeitschrift der American Society of Nephrology veröffentlicht wurde, stellt fest, dass auch Menschen, die sich ansonsten gesund ernähren aber Produkte mit HFCS verzehren, Gefahr laufen eine Erhöhung des Blutdrucks um bis zu 32 Prozent zu erfahren. HFCS verursacht Entzündungen im Blutkreislauf. Diese veranlassen die Wände der Blutgefäße dazu sich zusammenzuziehen und in der Folge steigt der Blutdruck.

Quelle: Increased fructose associates with elevated blood pressure, 2010
(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20595676)

Naja, werden Sie vielleicht sagen, soviel Fructose kann doch in Cola nicht enthalten sein oder?

Dann schauen Sie sich doch bitte einmal die Vergleichsanalyse aus dem Jahr 2014 an: Jeder Liter Coca-Cola® enthält ca. 62 g Fruktose und etwa gleich viel Glucose. Und bei vielen anderen „Softdrinks“ sieht es nicht besser aus.

Quelle: Fructose content in popular beverages made with and without high-fructose corn syrup(2014)
(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24985013)

Fazit: Achten Sie bei allen industriell hergestellten Lebensmitteln auf die Angaben zu Zucker- und insbesondere zu Fructose-Anteilen. Im Zweifel kaufen Sie das Produkt lieber nicht.

 


Und für die Ausstiegswilligen unsere Buchempfehlungen:

von Dr. med. Kurt Mosetter, Thorsten Probost, Dr. Wolfgang A. Simon, Anna Cavelius

Erscheinungsjahr: 2014

 


von Nico Richter

Erscheinungsjahr: 2014

 


von Sarah Wilson

Erscheinungsjahr: 2015

 


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Die große Zuckerlüge – eine seit mehr als 40 Jahren andauernde krankmachende Kampagne

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Manchmal haut es selbst den hartgesottenen Marketingexperten um. Es gibt Kampagnen, die es schaffen über Jahrzehnte den Konsumenten so einzulullen, dass er gar nicht merkt, dass er abhängig gemacht und nachhaltig geschädigt wird und die gleichzeitig Milliarden-Umsätze für die betreffende Industrie sichern.

Gibt’s nicht? Gibt’s doch!

Auf der Anklagebank sitzt die Zuckerindustrie und trotz erdrückender Indizien und einer Vielzahl von Beweisen, eine „Verurteilung“ wird seit den 70er Jahren erfolgreich durch intelligenten und wohlfinanzierten Lobbyismus verhindert.

Also „Hut ab“: nichtalkoholische Fettleber, Diabetes, Adipositas, Alzheimer Demenz und viele Krebserkrankungen brauchen sich nicht zu sorgen. Ihr „Überleben“ ist weiterhin gesichert.

Und jene, die das jetzt für Polemik halten (und natürlich alle wachen Zeitgenossen), sollten sich doch die 90-minütige Arte-Dokumentation “Die große Zuckerlüge” ansehen.

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!


Und für die Ausstiegswilligen eine aktuelle Buchempfehlung:

Goodbye Zucker: Zuckerfrei glücklich in 8 Wochen – Mit 108 Rezepten


Ein Buch zum Nachkochen. Sarah Wilson liefert Tipps, Tricks und einfache nachvollziehbare Rezepte, um sich aus der Zuckerfalle zu befreien. Dahinter steht keine Ideologie, sondern die Rückkehr zu einer “artgerechten” Ernährungsweise. Lassen Sie sich inspirieren.

Autorin: Sarah Wilson, Erscheinungsjahr: 2015 (Deutsche Erstausgabe)


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Zucker und künstliche Süßstoffe – der Weg in Richtung Diabetes Typ 2

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Der Zusammenhang zwischen regelmäßigem Zuckerkonsum und Auftreten von Diabetes Typ 2 wird ja auch heute noch von Experten – insbesondere denen, die der Zuckerindustrie nahe stehen – immer wieder verharmlost oder sogar verneint.

Ein aktueller systematischer Review und eine Metaanalyse der diesbezüglichen Studienlage, unter Einschluss von mehr als 12 Mio. Personenjahren, brachte nun die Wahrheit ans Licht:

Der regelmäßige Genuss von mit Zucker gesüßten Getränken ist positiv mit der Inzidenz von Typ 2-Diabetes assoziiert. Und dies unabhängig vom Adipositas-Status!

Unter der nachvollziehbaren Annahme, dass hier eine Kausalität vorliegt, kann prognostiziert werden, dass ca. 4-13% der Typ-2-Diabetes-Inzidenz in den USA und 2-6% der Inzidenz in Großbritannien im Zehnjahreszeitraum zwischen 2010 und 2020, auf den Konsum mit Zucker gesüßten Getränken zurückzuführen sein werden. Bei künstlich gesüßten Getränken und Fruchtsäften wurde ein vergleichbarer Zusammenhang gefunden – allerdings können einige der hierzu betrachteten Studien noch Verfälschungen beinhaltenen. Trotzdem kann heute mit ziemlicher Sicherheit postuliert werden, dass auch der ständige Konsum von künstlich gesüßten Getränken oder übermäßiger Fruchtsaftgenuss nicht zu den Möglichkeiten der Prävention von Typ 2-Diabetes gehören.

Um die Dramatik deutlich zu machen: in den USA entspricht dies 20,9 Mio. neuen Diabetes 2 Fällen im Zeitraum 2010-2020, wobei 1,8 Millionen auf künstliche Süßstoffe zurückzuführen sein werden. Zusätzlich stehen die Süßstoffe in Verdacht, den Gehirnstoffwechsel negativ zu beeinflussen und Krebs zu erzeugen.

Selbstverständlich kann uns das in Deutschland nicht passieren. 35 kg Zucker/Jahr/Kopf (siehe Abbildung) sind natürlich völlig unkritisch oder?

Die vollständige Studie:

Imamura, Fumiaki; O’Connor, Laura; Ye, Zheng; Mursu, Jaakko; Hayashino, Yasuaki; Bhupathiraju, Shilpa N.; Forouhi, Nita G. (2015): Consumption of sugar sweetened beverages, artificially sweetened beverages, and fruit juice and incidence of type 2 diabetes: systematic review, meta-analysis, and estimation of population attributable fraction. In: BMJ, S. h3576. DOI: 10.1136/bmj.h3576.

finden Sie unter: http://www.bmj.com/content/351/bmj.h3576.full.pdf+html

Fazit: Genießen Sie gesüßte Getränke in Maßen, als Ausnahme oder vielleicht nur zu besonderen Anlässen. Gute Wässer, ungesüßte Tees und Kaffee sind wertvolle und in Bezug auf Diabetes Typ 2 unkritische Alternativen.


Das Buch zum Thema:

Zucker – Der heimliche Killer: Wie wir krank und süchtig werden. Wie wir uns schützen, ohne auf Süßes zu verzichten.

Ein unverzichtbares Werk zu den Hintergründen der Zuckersucht und den katastrophalen Auswirkungen auf die Gehirnfunktion und den Körper als Gesamtsystem”. Mit Anleitung zur Befreiung aus der Zuckerfalle und Hintergründen zu verschiedenen Zuckertypen.

Autoren: Dr. med. Kurt Mosetter, Thorsten Probost, Dr.Wolfgang A. Simon, Anna Cavelius, Erscheinungsjahr: 2014 ( 3. Auflage)


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