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..und es ward Licht: der Einfluss des Lichts auf Gesundheit und Wohlbefinden

Jörg Spitz

Jörg Spitz

Facharzt für Nuklearmedizin, Präventionsmediziner, Gründer der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention und der Akademie für menschliche Medizin,Autor/Herausgeber mehrerer Bücher zum Thema Vitamin D, Veranstalter der Konferenzen Vitamin D-Update 2011/2013 sowie des 1. Kongresses für menschliche Medizin, Frankfurt 2014, Entwickler eines ganzheitlichen Präventionskonzepts unter dem Label: Spitzen-Prävention
Jörg Spitz

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Wieder einmal wird bei diesem Thema deutlich, dass schon unsere Altvorderen bei gesundheitlichen Themen bereits lange wussten, welche essentiellen physikalisch-biologischen Faktoren für ein gesundes und erfülltes Leben Voraussetzung sind.

Die Rede ist vom Licht und insbesondere dem Sonnenlicht.

Nicht nur in der Bibel, sondern auch bei weit älteren Religionen, kommt dem Licht und der Sonne eine zentrale Bedeutung zu, die im Rahmen der zunehmenden Technisierung weitgehend vergessen – teilweise sogar negiert – worden ist.

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Heute weiß man:

Zuviel Licht kann krank machen, Licht kann aber auch gesund machen. Es hebt die Laune, ein Mangel dagegen verschärft Depressionen und begünstigt die Entstehung einer Vielzahl chronischer Erkrankungen. Ein Themenkreis, der von Chronobiologen, Lichtplanern und Präventionsmedizinern in den vergangenen Jahren intensiv untersucht und erforscht worden ist. Nur ein kleines aber eindrucksvolles Beispiel: Der nächtliche Verwirrtheitszustand von Alzheimer-Patienten kann durch eine ausreichend helle Beleuchtung am Vormittag, oder besser noch Spaziergänge in der Sonne, erfolgreich reduziert werden. Kaum zu glauben, einfach, fast kostenlos aber in den allermeisten Fällen komplett unbekannt!

Umso erfreulicher, dass sich das Deutschlandradio in einem aktuellen, gut recherchierten Feature von Elmar Krämer dieses Themas angenommen hat.

Der Podcast:

Hören Sie selbst und seien Sie gespannt auf die Interviews mit dem Lichtplaner Jürgen Spitz, dem Chrono- und Schlafmediziner Dr. Dieter Kunz und dem Präventionsmediziner Prof. Jörg Spitz:

Warum wir Licht brauchen – und welches [Deutschland Radio, 27.10.2016]


Von Elmar Krämer


Das Fazit:

Ging es eine lange Zeit bei der Lichtplanung vor allem um Helligkeit und darum, Gebäude und Gegenstände in einem positiven Licht erscheinen zu lassen, den Blick zu lenken, Stimmungen und Atmosphären zu kreieren, so muss es heute auch um die körperliche Wirkung auf den Menschen gehen. Wer sich heute mit biologischer Lichtplanung beschäftigt, ist in jedem Fall auf dem richtigen Weg. Bei allen technischen Möglichkeiten ist es jedoch jedem zu empfehlen, wann immer es geht, dem Tageslicht den Vorzug zu geben und sei es nur die Möglichkeit, in der Mittagspause raus zu gehen. Es gibt nichts besseres für die Gesundheit, als Sonnen- und Tageslicht. Licht ist essentiell für ein gesundes, selbstbestimmtes und langes Leben!


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„Nicht sonnen“ ist ähnlich schlimm wie Rauchen!

Franziska Wissen

Franziska Wissen

2012 Studium an der Maastricht University (Master of Health Promotion and Health Education). Selbstständige Gesundheitswissenschaftlerin in Projekten der ganzheitlichen Gesundheitsförderung, u.a. in der Raucherentwöhnung, Tabak- und Alkoholprävention, Unternehmenscoaching (Ernährung, Bewegung und Stressmanagement). Mitglied des Vorstandes bei der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung (DGPE).
Franziska Wissen

Dass Rauchen das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko unserer Zeit darstellt, ist seit langer Zeit aktenkundig und in vielen Studien ausführlich erläutert worden. Dazu gehört, dass unzählige Krankheiten in unserem gesamten Organismus wie verschiedene Krebsarten (Brustkrebs, Mundhöhlenkrebs, Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs etc.),  Herz-Kreislauferkrankungen (Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall etc.), Diabetes, Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD sowie Demenz und Impotenz durch Rauchen verursacht werden.

 

Was allerdings neu ist:

„Nicht sonnen“ hat ähnlich schlimme Auswirkungen bezüglich einer frühen Sterblichkeit wie Rauchen!

 Aus der Sonne557

Hintergrund

Die aktuelle Studie von Lindqvist et. al (März 2016) nimmt die unterschiedlichen Ergebnisse von zwei früheren Reviews über den Einfluss von Vitamin D als Ausgangspunkt für die eigene Datenauswertung: Sonnenmangel führt zu…

1) …keinem ausschlaggebenden Ergebnis vs.

2) …einem ähnlich erhöhtem Sterblichkeitsrisiko wie durch Rauchen, Bewegungsmangel oder Übergewicht verursacht.

 

Die aktuelle Studie

Zur Beantwortung dieser Frage wurden die Daten von mehr als 29 000 Frauen (25 – 64 Jahre alt) bezüglich der Gründe der Sterblichkeit analysiert. Hierfür wurden die Frauen in 3 Gruppen aufgeteilt:

  • Sonnenvermeidung (n = 1721)
  • Moderate Sonnenexposition (n = 16166)
  • Hohe Sonnenexposition (n = 11631)

 

Ergebnisse

  • Frauen mit einer hohen Sonnenexposition haben ein geringeres Risiko Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden.
  • Außerdem ist das Risiko geringer, an Krebs oder an Herz-Kreislauf Erkrankungen zu sterben, wenn sich Frauen der Sonne aussetzen anstatt diese vermeiden.
  • Nichtraucher, die die Sonne vermeiden haben eine ähnliche reduzierte Lebenserwartung wie Raucher mit einer hohen Sonnenexposition => Dies weist darauf hin, dass das Vermeiden der Sonne ein vergleichbar hohes Risiko für eine vorzeitige Sterblichkeit aufweist wie das Rauchen (abhängig von Alter und Rauchverhalten).
  • Bis zu 2 Jahren kürzer leben Sonnenvermeider im Vergleich zu denen, die sich der Sonne oft aussetzen.

 

Fazit

Obwohl die Studie „nur“ eine Beobachtungsstudie ist, ist die hohe Teilnehmeranzahl (fast 30 000 Frauen) und der Studienaufbau überzeugend, diese erschreckenden Ergebnisse sehr ernst zu nehmen: Fehlende Sonnenexposition führt zu Vitamin D Mangel und hat ähnlich schlimme Folgen wie das Rauchen bezüglich der Sterblichkeit!

Die Schäden, die ein Vitamin D Defizit mit sich bringen sind verheerend – der vorzeitige Tod ist nur einer von vielen. Kommen zusätzlich zum Vitamin D Mangel weitere Risikofaktoren hinzu (wie Übergewicht, falsche Ernährung, unzureichende Bewegung) vervielfacht sich die Wahrscheinlichkeit krank zu werden oder früher zu versterben.

Aktuellen Studien zufolge leiden in Deutschland ca. 70 – 90% der Bevölkerung an einem Vitamin D Mangel. Dabei ist es ein Leichtes, diesen Mangel zu bekämpfen:

  • ausreichend und richtig sonnen (mäßig aber regelmäßig, ohne Sonnenbrand),
  • Sonnenbank nutzen (aber UVB Strahlen müssen es sein und ebenfalls nur in Maßen),
  • Vitamin D als Nahrungsergänzung zu sich nehmen

 

Das Beste daran: alle Varianten kosten Sie nur einen minimalen Aufwand mit maximal möglichem Effekt für Ihre Gesundheit!

 

Machen Sie sich schlau: lesen Sie nach und lassen Ihren Vitamin D-Spiegel bestimmen, falls Sie ihn noch nicht kennen – er ist im Zweifelsfall im Keller!

 

Die Originalstudie können Sie hier nachlesen: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/joim.12496/epdf

 

 


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Demenz und Ernährung (III) – Vitamin D in der Alzheimer-Prävention!

Jörg Spitz

Jörg Spitz

Facharzt für Nuklearmedizin, Präventionsmediziner, Gründer der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention und der Akademie für menschliche Medizin,Autor/Herausgeber mehrerer Bücher zum Thema Vitamin D, Veranstalter der Konferenzen Vitamin D-Update 2011/2013 sowie des 1. Kongresses für menschliche Medizin, Frankfurt 2014, Entwickler eines ganzheitlichen Präventionskonzepts unter dem Label: Spitzen-Prävention
Jörg Spitz

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In der dritten Besprechung eines Beitrags aus der  Konferenz „Die Rolle der Ernährung bei Demenz – Prävention und Behandlung“, bei der New Yorker Akademie der Wissenschaften aus dem Jahr 2015, kümmern wir uns um das Thema : Vitamin und Prävention kognitiver Erkrankungen.

In seinem Vortrag befasst sich Dr. med. Cédric Annweiler vom Angers University Hospital in Paris speziell mit dem Thema Vitamin D und Demenzprävention [Vitamin D in Dementia Prevention].

Dr. Annweiler gibt einen sehr guten Überblick über Beobachtungsstudien zur Fragestellung, in welcher Weise kognitiver Verfall und Vitamin D-Mangel zusammenhängen bzw. welche Rolle Vitamin D insgesamt bei der kognitiven Leistung spielt und was man über die präventive Wirkung von Vitamin D in Bezug auf Demenzerkrankungen heute schon weiß.
Demenz und Ernährung III

Zusammenfassend ergibt sich das folgende Bild:

Vitamin D ist ein Neurosteroid-Hormon welches:

  • immense neurophysiologische Wirkungen hat,
  • definitiv neuroprotektiv wirkt und
  • ebenso vaskulär-protektive Eigenschaften hat (Schlaganfallprävention).

Ein Vitamin D-Mangel bedeutet:

  • ein deutlich erhöhtes Risiko für einen allgemeinen kognitiven Verfall,
  • einen verstärkten Verlust von Exekutivfunktionen des Gehirns (Verhaltenssteuerung unter Berücksichtigung der Umwelt) und
  • eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Entwickeln beziehungsweise den Ausbruch einer Alzheimer-Demenzerkrankung.

In Bezug auf Interventionsprojekte mit Vitamin D-Gaben sind noch nicht alle Details geklärt, aber schon heute lautet das Fazit:

Eine erhöhte Aufnahme von Vitamin D durch die Ernährung oder Supplemente verbessert die kognitive Leistung, reduziert das Risiko von Alzheimer signifikant und vermindert potentiell den Abbau der  kognitiven Fähigkeiten bei Personen, bei denen schon eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde.

Dr. Annweiler berichtet, dass ein internationales Expertengremium die folgenden drei Fragen:

  • Kann ein Vitamin D-Mangel als Risiko für den Ausbruch von kognitiven Störungen und Alzheimer-Demenz verstanden werden?
  • Kann der Vitamin D-Status eine Erklärung für die Variabilität in den Symptomen der Alzheimer-Demenz bei älteren Patienten sein?
  • Sollte Vitamin D-Gabe Teil des Krankheitsmanagement bei kognitiven Erkrankungen und Alzheimer-Demenz sein?

eindeutig mit “Ja” beantwortet!

Leider sind auch diese Erkenntnisse in unseren heutigen Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen nahezu unbekannt.

Also gilt das Motto: raus in die Sonne, Vitamin D-reiche Nahrung genießen (auch wenn die Mengen aus diesen Quellen ausgesprochen limitiert sind) und vor allem den fehlenden Bedarf supplementieren (unter Kontrolle des Vitamin D-Blutspiegels mit einem Zielwert von rund 60 ng/ml).

Bei älteren Frauen können schon 800 I.E. Vitamin D täglich, über lange Zeiträume eingenommen (in diesem Fall 7 Jahre), eine Reduktion des Alzheimer-Risikos um einen Faktor 5 bedeuten, wie eine nicht placebo-kontrollierte Studie zeigt.


Bücher zum Thema

von Mary T. Newport, Helga Rohra (Vorwort), Rotraud Oechsler (Übersetzer)

Erscheinungsjahr 2014

von Dr. med. Michael Nehls

Erscheinungsjahr 2014


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Vitamin D und Krebsprävention

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Auch wenn die Krebserkrankungen auf den ersten Blick nichts mit Nervenerkrankungen zu tun haben, über die wir im Zusammenhang mit Vitamin D schon öfter berichet haben, finden sich immer mehr wissenschaftliche Publikationen, die aus einem ganzheitlichen Blickwinkel die gemeinsamen Risikofaktoren für beide Krankheitsbilder aufzeigen. Dies wird auch im Interview deutlich, dass Prof. Spitz als Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr in diesem Video gibt.


Literatur zum Thema

Vitamin D – Das Sonnenhormon. Kompakt-Ratgeber: – Warum die Sonne so wichtig für uns ist – Wie Sie Ihren Vitamin-D-Vorrat auftanken

Der kompakte Taschen-Ratgeber bietet umfassend und praxisnah Informationen rund um Sonnenlicht und Vitamin D:

  • Wie kann ich mich vor Vitamin-D-Mangel schützen?
  • Woher und wie bekomme ich ausreichend Vitamin D?
  • Welchen Nutzen hat das “Sonnenhormon” für meinen Körper?

Nutzen Sie die Kraft der Sonne für Ihre Gesundheit!

Autoren: Jörg Spitz, William B. Grant; Erscheinungsjahr: 2014

Vitamin D und Sonne


Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention

Das Buch ist in einem lockeren Erzählstil geschrieben und eignet sich für Fachleute und Laien, denen die dargestellten Fakten meist nicht bekannt sind: 70-90 % aller Menschen in Deutschland haben eine Vitamin D-Unterversorgung – und wissen es nicht! Dies fördert nicht nur die Osteoporose – wie seit langem bekannt ist – sondern zusätzlich eine Vielzahl von Krankheiten. Dazu zählen die häufigsten bösartigen Tumore (Dickdarm-, weibliche Brust- und Prostata), Herz-Kreislauf- und neurologische Erkrankungen, Diabetes sowie Störungen des Immunsystems (von banalen Infekten bis zur Multiplen Sklerose). Angesichts all dieser Fakten soll mit diesem Buch jedoch nicht der Eindruck erweckt werden, ein neues Wunderhormon sei entdeckt worden. Daher spannt der Jörg Spitz als erfahrener Mediziner im zweiten Teil einen weiten Bogen zu zusätzlichen Defiziten unseres Lebensstils, die zusammen zum tödlichen Defizitsyndrom führen können.

Auto: Jörg Spitz; Erscheinungsjahr: 2009

und mehr…


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Achtung: Tägliche Vitamin D-Einnahme schlägt wöchentliche oder monatliche Gabe!

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan
Bisher ging man im allgemeinen davon aus, dass die Einnahmeintervalle bei Vitamin D-Supplementation weniger wichtig sind, sofern im Endeffekt ein adäquater Blutwert erreicht wird. Dr. Bruce Hollis, College of Medicine Medical University of South Carolina, erklärt im nachstehenden Video aus welchem Grund dies eine Fehleinschätzung ist.

Zu beachten ist dabei, dass für die endokrinen Effekte des Vitamin D in der Tat der Blutwert des aktiven Prohormons 25(OH)D wichtig ist. Dieser wirkt sich aber im wesentlichen auf die Calcium Homöostase und die Knochengesundheit aus. Der parakrine und autokrine Vitamin D-Stoffwechsel hängt aber vom nicht über die Leber metabolisierten 25(OH)D-Wert im Blut ab. In diesem Fall gelangt Vitamin D über Diffusion direkt in die Zellen. Der initiale Vitamin D-Wert (unverstoffwechselt) hat eine aber eine Halbwertszeit von nur 24 Stunden. Das bedeutet, dass nach wenigen Tagen eine Unterversorgung des Gewebes und der Zellen mit reinem Vitamin D auftreten kann, selbst wenn z.B. einmal wöchentlich hohe Dosen Vitamin D gegeben werden.

Diese Annahme wird durch den Vergleich vieler Interventionsstudie eindrucksvoll unterlegt. Dr. Hollis fasst zusammen:

  • Eine Einnahme von 400 – 600 I.E/Tag kann allenfalls Krankheitsbildern des Skellets vorbeugen.
  • 400 – 600 I.E./Tag versprechen nur sehr geringe (wenn überhaupt) Ergebnisse für die Gewebe- und Zellgesundheit außerhalb des Knochengewebes.
  • Eine Vitamin D-Einnahme von bis zu 10.000 I.E./Tag und  25(OH)D-Werte bis zu 100 ng/ml (250 nmol/l) sind physiologisch normal.
  • Vitamin D-Studien sollten sich an diesen Erkenntnissen zur regelmäßigen Einnahme orientieren und nicht an der Einfachheit einer wöchentlichen oder gar monatlichen Zufuhr.

Literatur zum Thema

Vitamin D – Das Sonnenhormon. Kompakt-Ratgeber: – Warum die Sonne so wichtig für uns ist – Wie Sie Ihren Vitamin-D-Vorrat auftanken

Der kompakte Taschen-Ratgeber bietet umfassend und praxisnah Informationen rund um Sonnenlicht und Vitamin D:

  • Wie kann ich mich vor Vitamin-D-Mangel schützen?
  • Woher und wie bekomme ich ausreichend Vitamin D?
  • Welchen Nutzen hat das “Sonnenhormon” für meinen Körper?

Nutzen Sie die Kraft der Sonne für Ihre Gesundheit!

Autoren: Jörg Spitz, William B. Grant; Erscheinungsjahr: 2014

Vitamin D und Sonne


Vitamin D – Das Sonnenhormon für unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention

Das Buch ist in einem lockeren Erzählstil geschrieben und eignet sich für Fachleute und Laien, denen die dargestellten Fakten meist nicht bekannt sind: 70-90 % aller Menschen in Deutschland haben eine Vitamin D-Unterversorgung – und wissen es nicht! Dies fördert nicht nur die Osteoporose – wie seit langem bekannt ist – sondern zusätzlich eine Vielzahl von Krankheiten. Dazu zählen die häufigsten bösartigen Tumore (Dickdarm-, weibliche Brust- und Prostata), Herz-Kreislauf- und neurologische Erkrankungen, Diabetes sowie Störungen des Immunsystems (von banalen Infekten bis zur Multiplen Sklerose). Angesichts all dieser Fakten soll mit diesem Buch jedoch nicht der Eindruck erweckt werden, ein neues Wunderhormon sei entdeckt worden. Daher spannt der Jörg Spitz als erfahrener Mediziner im zweiten Teil einen weiten Bogen zu zusätzlichen Defiziten unseres Lebensstils, die zusammen zum tödlichen Defizitsyndrom führen können.

Auto: Jörg Spitz; Erscheinungsjahr: 2009

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Grundlagen der Prävention

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Im nachstehenden Vortragsvideo erklärt Professor Spitz viele wissenschaftliche Hintergründe der Prävention. Dabei gelten diese Elemente prinzipiell für alle chronischen und zivilisatorischen Krankheitsbilder.

 

(Achtung: falls es beim Abspielen mit dem Firefox Browser Probleme geben sollte, verwenden Sie bitte einen alternativen Browser wie z.B. Chrome)

 

Das Video wurde anlässlich des 2. Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Paläoernährung (DGPE) im November 2014 in Schweinfurt aufgenommen. Sie sehen eine von der Akademie für menschliche Medizin bereitgestellte und aktualisierte Version, die auch das gezeigte Bildmaterial (Folien) dieses Vortrages beinhaltet.


 

Unserer besonderer Tipp zur Umsetzung einer “artgerechten” Ernährung:

Paleo – Steinzeit Diät: ohne Hunger abnehmen, fit und schlank werden – Power for Life. 115 Rezepte aus der modernen Steinzeitküche mit Fleisch, Fisch & Gemüse. Glutenfrei & laktosefrei.

Ein praktischer Ratgeber zur Umsetzung einer modernen Paläo-Küche im täglichen Leben. Gerade für Patienten mit Autoimmunerkrankungen, Herzkreislauferkrankungen und metabolischem Syndrom ein wesentlicher Schritt und Mehrwert zur Stabilisierung und Gesundung.