Tagarchive: Omega 3-Fettsäuren

Kurzgefasst: Kognitive Fähigkeiten – generieren und erhalten mit Omega-3 Fettsäuren. Prof. Dr. med. C. von Schacky

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz.

https://youtube.com/watch?v=WrELFKtje84

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Omega-3 Fettsäuren sind nicht nur Komponenten der Zellmembran, sondern auch mitbeteiligt an der Durchblutungsregulation des Gehirns und der Eindämmung von Entzündungsreaktionen.
  • Das Altern des Gehirns ist Ausdruck eines Omega-3 Fettsäuremangels, im Umkehrschluss sind niedrige Spiegel der Omega-3 Fettsäure ein Risikofaktor für das Entstehen kognitiver Einschränkungen. Diese betreffen u.a. das Erinnerungsvermögen, die Reaktionszeit und Informationsverarbeitung.
  • Weitere mit einem niedrigen Omega-3 Fettsäurespiegel assoziierte Erkrankungen sind z.B. die Wochenbettdepression, schlechte Hirnentwicklung bei Kindern und Babies, ADHS, Majore Depression und das Risiko für Selbstmord.
  • Während der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung besonders wichtig, da der Fetus die Fettsäure zum Hirnaufbau benötigt. Eine höhere Zufuhr an Omega-3 Fettsäuren bei der Mutter resultiert in besseren komplexen Hirnleistungen des Kindes.
  • Die Nahrungsquellen dieser Fettsäuren wie z.B. in Fisch oder Eiern versiegen zunehmend.

    Und jetzt noch passende Literaturtipps: 


    Noch mehr Wissen zum Thema auch in der AMM-Komeptenzkarte Omega-3/6 Fettsäuren!


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Omega-3-Versorgung und koronare Herzkrankheiten: lebensrettendes Wissen!

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Die Ergebnisse einer Metaanalyse, die in der Januar 2017-Ausgabe der Mayo Clinic Proceedings veröffentlicht wurde, fügt den schon vorhandenen Erkenntnissen erdrückende Beweise für eine Assoziation zwischen einer erhöhten Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) und einem verringerten Risiko für koronare Herzkrankheiten hinzu.

“Unseres Wissens ist dies die bis heute umfassendste quantitative Bewertung der Beziehung zwischen EPA + DHA-Nahrungsergänzung und -Aufnahme und dem Risiko für koronare Herzkrankheit”, so die Autoren Dr. Dominik D. Alexander und Kollegen.

Fetter Seefisch ist reich an Omega-3-Fetssäuren

Fetter Seefisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren

Die Metaanalyse

Das Team um Dr. Alexander wählte 18 randomisierte kontrollierte Studien mit 93.633 Teilnehmern und 16 prospektive Kohortenstudien mit 732.061 Teilnehmern für die Metaanalyse aus. Unter den randomisierten Studien gab es eine 6%-ige Reduktion des Risikos eines koronaren Herzkrankheitsereignisses, definiert als tödlicher oder nicht-tödlicher Herzinfarkt, plötzlicher Herztod oder Angina pectoris, bei den Teilnehmern, die Omega 3-Fettsäuren verstärkt aufnahmen im Vergleich zu denen, die diese Art Fettsäuren nur wenig über die Nahrung zu sich nahmen und nicht supplementierten. Die Reduktion war insbesondere bei Risikopersonen signifikant. Diejenigen mit hohem Triglyzeridspiegel, die Omega-3 erhielten, erlebten eine 16%-ige Reduktion des koronaren Herzkrankheitsrisikos. Und Patienten mit erhöhtem LDL-Niveau (Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin), hatten ein 14% geringeres Risiko im Vergleich zu Teilnehmern, die keine EPA und DHA erhielten.

Bei den analysierten prospektiven Kohortenstudien zeigt sich bei einer erhöhten Einnahme von EPA und DHA ein 18% niedrigeres Risiko einer koronaren Herzkrankheit.

Der Zusammenhang war am stärksten für den plötzlichen Herztod: ein um 47%ig reduziertes Todesfallrisiko bei einer erhöhten Omega-3-Aufnahme!

Was dieses Papier so einzigartig macht ist, dass es die Auswirkungen von EPA und DHA ganz spezifisch auf das Risiko für koronare Herzkrankheiten untersucht. Immerhin sind koronare Herzkrankheiten für die Hälfte aller kardiovaskulären Todesfälle in den USA (und in anderen Industriestaaten) verantwortlich.

Fazit aus Sicht Dr. Alexanders:

 

“Ein um 6% reduziertes Risiko unter randomisierten kontrollierten Studien, gepaart mit einer 18-prozentigen Risikoreduktion in prospektiven Kohortenstudien – die eher dazu neigen, reale Ernährungsszenarien über längere Zeiträume zu reflektieren – erzählen eine überzeugende Geschichte über die Bedeutung von EPA und DHA Omega-3-Fettsäuren für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. “

 

Dem ist aus der Perspektive der AMM nichts hinzuzufügen!

 

Wenn Sie mehr über den Zusammenhang zwischen Omega 3/6-Fettsäuren und Prävention bzw. Therapie lernen wollen, besuchen Sie  doch unsere Kompetenzkarte Omega -3/6-Fettsäuren.


Die vollständige Studie finden Sie hier:
http://www.mayoclinicproceedings.org/article/S0025-6196(16)30681-4/fulltext


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Guter Rat muss nicht teuer sein – kann aber lebensverlängernde Effekte haben

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Gute ärztliche bzw. Lebensstil-orientierte Ratschläge bewirken zuweilen eine ganze Menge: Allein die wiederholte Aufforderung, sich gesünder zu ernähren und nicht zu rauchen, kann das Risiko für einen tödlichen Herzinfarkt signifikant reduzieren – und zwar ein Leben lang. Dies zeigt eine aktuell publizierte Studie:

Lifelong benefits on myocardial infarction mortality: 40‐year follow‐up of the randomized Oslo diet and antismoking study; I. Holme, K. Retterstøl, K. R. Norum, I. Hjermann

(Journal of Internal Medicine, February, 2016. 10.1111/joim.12485)

Probanden, die über 5 Jahre hinweg in halbjährlichen Abständen in persönlichen Gesprächen zu einem gesünderen Lebensstil angehalten wurden, hatten auch noch 4 Jahrzehnte später ein um 29% niedrigeres Risiko an einem Infarkt zu sterben, im Vergleich zu Probanden, die keine entsprechenden Anweisungen erhielten, berichtet das Team um Dr. Ingar Holme von der Medizinischen Fakultät der Universität Oslo.

Oslo diet and anti-smoking study 2016

In der 1972/1973 eingeleiteten Oslo Herz-Kreislauf-Studie, wurde eine randomisierte 5-jährige Intervention bei gesunden Männern mittleren Alters, die ein hohes Risiko für koronare Herzkrankheiten aufwiesen, durchgeführt (insgesamt 1232 Personen). Es wurde untersucht, inwieweit sich eine regelmäßige Ernährungs- und Anti-Raucher-Beratung über einen Zeitraum von 5 Jahren auf die Inzidenz von koronaren Herzkrankheiten, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (keine Intervention), auswirkt.

Das Ergebnis war eindeutig: Eine signifikante Reduktion (47%) für das erste Auftreten eines Myokardinfarkts wurde in der Beratungsgruppe (604 Personen) beobachtet. Die lebensverlängernde Effekte in Bezug auf Herzkreislauferkrankungen konnten über einen Zeitraum von 40 Jahren (Ende der Studie) nachgewiesen werden! Die Forscher schätzen auf Grundlage der Daten, dass etwa 25% des positiven Effektes auf die Raucherentwöhnung und der verbleibende Anteil auf die Ernährungsumstellung zurückzuführen sind. Bei letzterer standen die Reduktion gesättigter Fettsäuren, der erhöhte Verzehr von Fischprodukten (Omega 3-Fette) und sowie von Gemüse und Früchten im Vordergrund. Sport und Trainingsmaßnahmen spielten in der Intervention keine Rolle.

Fazit: Das Ergebnis der Studie unterstreicht die Richtigkeit des multi-modalen Ansatzes von Lebensstil-Medizin und Prävention, wie er über die AMM vertreten wird. In der Studie wurden nur zwei Elemente: Raucherentwöhnung und Ernährungsumstellung untersucht und trotzdem signifikante Effekte beobachtet.

Bleiben Sie uns treu und lernen Sie mehr über die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Gesunderheit und was die Wissenschaft dazu sagt. Das geht auch ganz bequem und ohne hohen Aufwand von Zuhause aus! Die gewonnene Zeit können sicher gut nutzen.


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Fisch oder Psychopharmaka – eine schizophrene Frage?

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Jetzt sind sie völlig verrückt geworden, könnte man denken. Was bitte haben Fische in der Behandlung psychischer Erkrankungen zu suchen?

Wenn man bei Fischen nicht nur an das unter Umständen durchaus beruhigende Betrachten eines Aquariums denkt, sondern sich den hohen Gehalt an Omega 3-Fettsäuren (EPA/DHA) in Erinnerung ruft, kann ein Schuh daraus werden.

Paul Amminger von der Universität Melbourne und seine Kollegen haben im letzten Jahr eine beachtenswerte Langzeitstudie an 81 jungen Erwachsenen (13 -25 Jahre) veröffentlicht, in der über sieben Jahre untersucht wurde, ob und wie gut langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren den Ausbruch einer Schizophrenie bei Risikopatienten verhindern können:

Amminger, G. Paul; Schafer, Miriam R.; Schlogelhofer, Monika; Klier, Claudia M.; McGorry, Patrick D. (2015): Longer-term outcome in the prevention of psychotic disorders by the Vienna omega-3 study. In: Nat Commun 6. Online verfügbar unter http://dx.doi.org/10.1038/ncomms8934

Dabei wurden den Probanden lediglich über einen Zeitraum von 12 Wochen eine tägliche Dosis von 700 Milligramm Eicosapentaensäure und 480 Milligramm Docosahexaensäure verabreicht.

Mathias Glathe / pixelio.de

In der Placebogruppe (40 Personen) entwickelten 40 Prozent (16 von 40) der Probanden innerhalb der sieben Jahre eine manifeste Schizophrenie – dies entspricht in etwa dem Durchschnitt. Bei den mit Omega-3-Fettsäuren versorgten waren es jedoch nur 9,8 Prozent (4 von 41). Auch die generellen psychischen Symptome und die Fähigkeit, im Alltag zu funktionieren, besserten sich: “Die Mehrheit der Teilnehmer aus der Omega-3-Gruppe hatte am Ende der Studienperiode einen Vollzeitjob, zeigte keine schweren funktionellen Einschränkungen und erlebte keine psychotischen Symptome mehr”, berichten Amminger und Kollegen. Bei denen, die dann doch eine Psychose entwickelten, geschah dies zudem sehr viel später als bei denen in der Placebogruppe.

Fazit: Schon eine 12-wöchige tägliche Intervention mit Omega 3-Fischölen führte – im Vergleich zu Placebo- bei Personen, mit extrem hohen Risiko für Psychosen, zu einer signifikanten Verringerung des Risikos (Faktor 4) in den nächsten 7 Jahren eine Schizophrenie zu entwickeln. Und dies im Vergleich zu Psychopharmaka ohne Nebenwirkungen. Schadstofffreie Fische und Fischöle sind also ein Ernährungsbaustein psychischer Gesundheit gerade auch im jungen Erwachsenenalter!


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Bildquelle: Mathias Glathe / www.pixelio.de

Input bestimmt Output – die Fettsäureanalyse

Jörg Spitz

Jörg Spitz

Facharzt für Nuklearmedizin, Präventionsmediziner, Gründer der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention und der Akademie für menschliche Medizin,Autor/Herausgeber mehrerer Bücher zum Thema Vitamin D, Veranstalter der Konferenzen Vitamin D-Update 2011/2013 sowie des 1. Kongresses für menschliche Medizin, Frankfurt 2014, Entwickler eines ganzheitlichen Präventionskonzepts unter dem Label: Spitzen-Prävention
Jörg Spitz

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Kann man eigentlich messen, wie gesund man sich ernährt und auf welche Messungen sollte man sich zunächst konzentrieren?

Natürlich gibt es dutzende – teilweise sehr teure – Laboranalysen. Drei sind allerdings hervorzuheben, da sie wesentliche Hinweise auf elementare Ernährungsfehler geben: Blutzuckerwerte, Mikronährstoffe und die Fettsäure-Verhältnisse im Blut (bzw. Zellgewebe).putput 2 spitz

Im Endeffekt bestimmt natürlich der Input den Output (nicht nur bei denFettsäuren, siehe Abb., klicken zum Vergrößern) und insofern kann man zum Beispiel mit einem einfachen Selbsttest die Fettsäureanteile im Blut messen und damit mindestens zwei wichtigen Übeltätern im persönlichen Ernährungsstil auf die Spur kommen:

  • Konventionell gezüchtete und mit Kraftfutter gefütterte Tiere haben völlig auf den Kopf gestellte Verhältnisse von Omega 6/Omega 3-Fettsäuren im Gewebe. Zuviel industriell hergestelltes Fleisch in der täglichen Ernährung führt somit zu einem Abbild dieser Verhältnisse in unserem Körper.
  • Ein drastisches Übergewicht von pflanzlichen Omega 6-Säuren in den Ölen der schnellen, modernen Küche mit industriell hergestellten Zutaten: Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Sojaöl und Rapsöl haben die gleiche Wirkung auf das Verhältnis von Omega 3/6-Fettsäuren in unseren Zellen.Fettsäuren in Deutschland

Die Folge: Der moderne Mensch hat oft ein Omega 6/3-Verhältis von 15-20:1 in den Blutwerten. Entsprechend dem Ausmaß des veränderten Essverhaltens habe typischerweise unsere Kinder die schlechtesten Ergebnisse, wenn man einmal die Altersgruppen miteinander vergleicht (siehe Statistik, klicken zum Vergrößern). Gesunderhaltend aus Präventionssicht sinnvoll sind hingegen Werte zwischen 2-5:1.

 

Die gesundheitliche Konsequenz:

Das Ungleichgewicht von pro-inflammatorischen (Omega 6) gegenüber anti-inflammatorischen Fettsäuren (Omega 3) ist ein wesentlicher auslösender Faktor vieler chronisch-entzündlicher Krankheiten. Hohe Evidenz zwischen unzureichender Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren und Erkrankungsrisiko besteht im Bereich Herz-Kreislauf. Aber auch bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, von Gehirnfunktion, Psyche, Schwangerschaft und Onkologie werden enge Korrelationen beschrieben.

Eine Fettsäureanalyse und damit Kenntnis des Fettsäurestatus ist somit zur Risikoeinschätzung zahlreicher chronischer Erkrankungen außerordentlich wichtig.

Was tun?

Lassen Sie den persönlichen Fettsäurestatus messen und passen Sie in der Folge – sofern erforderlich – die Ernährung entsprechend an: Regelmäßiger Fischkonsum (fetter Seefisch), Fischöl als Ergänzung, Leinöl und Olivenöl helfen Ihnen den Zielkorridor zu erreichen.


Produktinformationen

San Omega Fettsäure Analyse

Geprüfte und dokumentierte Analyse-Methode mit hoher Stabilität der Analyse-Werte (approximiert Erythrozyten-Werte)- Liefert u.a.: Omega 3 Index, Omega-6/3 Verhältnis, Transfettanteil. Und das einfach von Zuhause aus!

 


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Omega 3-Fettsäuren: auch zur Prävention rheumatoider Arthritis

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Wir haben Omega 3-Fettsäuren bisher im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Gehirngesundheit und zum Beispiel Multiple Sklerose betrachtet. Ein Blick auf andere entzündliche Erkrankungen lohnt sich in gleichem Maße. Bei der rheumatoiden Arthritis (RA) gibt es in Deutschland etwa 800.000 Erkrankte, wobei Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer betroffen sind.

Rheumatoide Arthritis in Deutschland

Eine schwedische prospektive Kohortenstudie hat schon 2014 wichtige Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Fischkonsum und dem Auftreten einer RA-Erkrankung veröffentlicht. Im Zeitraum zwischen 1987 und 1997 wurde dabei die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Omega 3-Fettsäuren über die Nahrung bei knapp 39.000 Frauen mittleren und höheren Alters untersucht.

Di Giuseppe, D.; Wallin, A.; Bottai, M.; Askling, J.; Wolk, A. (2014): Long-term intake of dietary long-chain n-3 polyunsaturated fatty acids and risk of rheumatoid arthritis: a prospective cohort study of women. In: Annals of the Rheumatic Diseases 73 (11), S. 1949–1953. DOI: 10.1136/annrheumdis-2013-203338

Pubmed: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23940215

Das Ergebnis war eindeutig:

Der konsequente Langzeitkonsum von Fischgerichten (fetter Seefisch) mit mehr als eine Mahlzeit pro Woche war, verglichen mit weniger als einer wöchentlichen Fischmahlzeit, mit einer 29%-igen Reduktion des Risikos an rheumatoider Arthritis zu erkranken verbunden. Eine tägliche Aufnahme von mehr als 0,21 g Omega 3-Fettsäuren reduzierte das Risiko sogar um 52%. Die Autoren schließen daraus, dass die Langzeitaufnahme langkettiger, mehrfach ungesättigter Omega 3-Fettsäuren eine Rolle bei den Ursachen der RA spielen können.

Die langkettigen essentiellen Omega 3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind im Fisch, insbesondere im fetten Seefisch, direkt enthalten und müssen nicht wie die in pflanzlichen Produkten (z.B. Leinöl, Hanföl,…) enthaltene Omega 3-Fettsäure ALA (Alpha-Linolensäure) erst noch vom Körper in EPA umgewandelt werden.

Ein wichtiger ergänzender Hinweis: Vitamin E ist ein wichtiges essentielles Antioxidans, dass auch die mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Körper und den Zellmembranen vor Oxidation schützt. Eine erhöhte Aufnahme von Omega 3-Fettsäuren sollte daher mit einer entsprechenden Aufnahme von Vitamin E über die Nahrung einhergehen (siehe auch: Vitamin E function and requirements in relation to PUFA). Mandeln, Olivenöl oder Moringapulver sind zum Beispiel sehr gute Vitamin E-Quellen.


Fazit: Essen Sie viel Fisch (aus Wildfang) und supplementieren Sie bei Bedarf mit hochwertigen, schonend verarbeiteten Fischölen (keine Fischölkapseln). Die Chancen sind groß, dass Sie auch morgen noch mobil wie ein Fisch im Wasser sein können.


Produktinformation: Hochwertiges Fischöl und Fettsäurenanalytik von NorsanSan Omega small 2015-05-04

Heute beträgt das durchschnittliche Omega-6/3-Verhältnis in der Bevölkerung ca. 15:1, während ein Verhältnis von < 3:1 als entzündungsneutral und gesundheitsfördernd betrachtet werden kann.

Die AMM empfiehlt aus diesem Grund eine Omega-3 reiche Ernährung bei gleichzeitiger Reduktion der Zufuhr entzündungsfördernder Omega-6 Öle.

 


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Buchempfehlung: Brain Maker – Ein Neurologe beleuchtet das Zusammenspiel zwischen Mikrobiota und Gehirngesundheit

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Es gibt sie doch: Neurologen, die sich von ausgetretenen Pfaden verabschieden und ganzheitlich denken. Insofern ist Dr. David Perlmutters neues Buch: Brain Maker – “The power of gut microbes to heal and protect your brain – for life“ eine wahre Erleuchtung. Die gut recherchierte und streng wissenschaftlich basierte Information über den Zusammenhang zwischen unserer Darmflora und der Gesundheit unseres Gehirns sowie des Immunsystems ist so kraftvoll und eindrucksvoll präsentiert, dass das Buch Pflichtlektüre, nicht nur für Neurologen, sondern für jeden an Gesundheitsthemen interessierten Menschen ist.

Perlmutter spannt den Bogen von Depression über Autoimmunkrankheiten und Alzheimer Demenz bis hin zum Autismus und legt in klarer Sprache dar, dass neurodegenerative Erkrankungen zum großen Teil kein Schicksal sondern Konsequenz unserer westlichen Lebensweise sind. Lesen Sie Perlmutters „Brain Maker“ und Nehls „die Alzheimer Lüge“ und Demenzerkrankungen verlieren ihren Schrecken als unausweichliche Konsequenz des Alterns.

Laut Perlmutter sind die Schlüssel zur Gehirngesundheit: eine prä- und probiotikareiche Ernährung; die Konzentration auf „Low Carb“ Lebensmittel und hochqualitative Fette; der maßvolle Genuss von Kaffee, Tee, Bitterschokolade und Wein; sauberes Wasser und regelmäßiges Fasten!

Besonders bemerkenswert ist, dass seine Supplementierungsempfehlungen deckungsgleich mit den Basisempfehlungen der AMM sind: Vitamin D, Kurkuma, Alpha-Liponsäure, Kokosöl und Fischöl.

Aber jetzt lesen Sie selbst….


Brain Maker:

The Power of Gut Microbes to Heal and Protect Your Brain – for Life (English Edition)


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Omega 3 Fettsäuren und Schutzfunktionen für das alternde Gehirn

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Da die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Alterung des Gehirns hat, bleibt die Beziehung zwischen Biomarkern für bestimmte Ernährungsweisen und Aspekten der Gesundheit des Gehirns Gegenstand der Forschung.

Eine aktuelle Studie des Decision Neuroscience Laboratory, University of Illinois, Urbana, IL, USA, hat die neuronalen Mechanismen untersucht, die die Beziehung zwischen Omega-3 mehrfach ungesättigten Fettsäuren (O3PUFAs) und den Gehirnregionen, die kognitive Flexibilität und Exekutivaufgaben bei genetisch bedingten Risikoträgern (Träger des APOE e4 Allels), aber kognitiv intakten älteren Erwachsenen (Lebensalter 65- 75 Jahre), vermitteln.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass der anteriore cinguläre Cortex als Vermittler der Beziehung zwischen O3PUFAs und kognitiver Flexibilität bei kognitiv intakten Erwachsenen fungiert, die ein erhöhtes genetisches Risiko für kognitive Schädigungen aufweisen. Die Abhängigkeit der Exekutivfunktionen und des Volumens des präfrontalen Cortex von Omega 3-Fettsäuren zeigt deren erhebliches Potenzial, im Rahmen einer Ernährungstherapie bzw. einer gezielten Omega 3-reichen Ernährung, Dysfunktionen im alternden Gehirn zu verhindern.

Die vollständige Studie ist hier zu finden!

Zamroziewicz, Marta K.; Paul, Erick J.; Rubin, Rachael D.; Barbey, Aron K. (2015): Anterior cingulate cortex mediates the relationship between O3PUFAs and executive functions in APOE e4 carriers. In: Front. Aging Neurosci. 7. DOI: 10.3389/fnagi.2015.00087.

Hintergrundwissen

„Der vordere Bereich des cingulären Cortex (Gyrus cinguli oder cingulärer Gyrus) spielt nicht nur bei autGyrus cingulionomen Funktionen wie Blutdruck und Herzschlag eine Rolle, sondern auch bei rationalen Vorgängen wie der Entscheidungsfindung. Zudem ist dieser Hirnbereich in emotionale Prozesse involviert, beispielweise in die Kontrolle von Impulsen. Anatomisch zeichnet sich der anteriore cinguläre Cortex (ACC) dadurch aus, dass er eine große Zahl von Spindelneuronen besitzt. Diese speziellen Nervenzellen haben eine lange, spindelförmige Struktur und wurden bisher nur bei Primaten, einigen Wal- und Delfinarten sowie bei Elefanten gefunden. Spindelneurone tragen zu der Fähigkeit dieser Arten bei, komplexe Probleme zu lösen.“ [Quelle: https://www.dasgehirn.info/glossar/anteriorer-cingulaerer-cortex].


Hochwertiges Fischöl und Fettsäurenanalytik von NorsanSan Omega small 2015-05-04

Heute beträgt das durchschnittliche Omega-6/3-Verhältnis in der Bevölkerung ca. 15:1, während ein Verhältnis von < 3:1 als entzündungsneutral und gesundheitsfördernd betrachtet werden kann.

Die AMM empfiehlt aus diesem Grund eine Omega-3 reiche Ernährung bei gleichzeitiger Reduktion der Zufuhr entzündungsfördernder Omega-6 Öle.


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