Mentale Gesundheitsprobleme wie Demenz und Depression werden oft als unausweichliches Schicksal betrachtet. Doch zunehmend zeigt die Forschung, dass dies nicht der Fall sein muss. Die Gesundheit unseres Gehirns und unseres Geistes hängt eng mit dem Zustand der Gehirnzellen und deren Stoffwechsel zusammen. Dieses Verständnis lenkt den Fokus auf die Bedeutung eines gesunden Lebensstils und einer förderlichen Umwelt für die Prävention und Behandlung von mentalen Erkrankungen.

Umweltfaktoren und ihre Einflüsse auf die mentale Gesundheit

Verschiedenste Umweltfaktoren, wie Luft- und Lichtverschmutzung, toxische Substanzen und elektromagnetische Strahlung, haben einen nachweisbaren Einfluss auf unsere körperliche und geistige Gesundheit. Ein Schlüsselaspekt ist dabei der sogenannte Natur-Defizit-Effekt, der entsteht, wenn der Mensch den Kontakt zu seinen natürlichen Lebensgrundlagen verliert. Diese Grundlagen umfassen ausreichende Bewegung, Sonnenlicht und eine nährstoffreiche Ernährung.

Ernährung als zentrales Element der mentalen Gesundheit

Eine ausgewogene Ernährung spielt eine zentrale Rolle in der Prävention und Therapie mentaler Gesundheitsprobleme. Aktuelle Forschungsergebnisse unterstreichen den Nutzen einer mediterranen Diät, die reich an Omega-3-Fettsäuren und arm an verarbeiteten Lebensmitteln ist. Diese kann das Risiko für Demenz signifikant senken und depressive Symptome verringern. Ebenso zeigt sich, dass Vitamin D, das sogenannte „Sonnenvitamin“, positive Effekte auf das Risiko einer Demenz und die Schwere von Depressionen haben kann.

Alles rund um das Thema Vitamin D erfahren Sie beim DSGiP-Stiftungsprojekt „Die SonnenAllianz“!

Lebensstil-Interventionen als multifaktorieller Ansatz

Die Ergebnisse umfangreicher Studien, wie der FINGER-Studie, belegen, dass langfristige Lebensstil-Interventionen, die Ernährungsumstellungen, regelmäßige Bewegung, kognitives Training und Kontrolle vaskulärer Risiken umfassen, Gedächtnisverluste effektiv reduzieren können. Dies bestärkt die Auffassung, dass mentale Gesundheitsstörungen durch einen ganzheitlichen Ansatz behandelbar sind.

Mehr zur FINGER-Studie und der möglichen Umkehrung früher Alzheimer-Symptome finden Sie beim gemeinnützigen DSGiP-Stiftungsprojekt „Kompetenz statt Demenz“!

Mentale Gesundheit als Teil eines integrativen Konzepts

Abschließend ist zu betonen, dass mentale Gesundheit nicht isoliert betrachtet werden darf. Sie ist ein integraler Bestandteil des menschlichen Daseins, beeinflusst durch eine Kombination aus genetischen, epigenetischen und umweltbedingten Faktoren. Durch eine bewusste Lebensführung und die Schaffung einer gesunden Umwelt können wir einen wesentlichen Beitrag zur Prävention und Therapie mentaler Erkrankungen leisten. Die Botschaft ist klar:

Mentale Gesundheit ist in großem Maße durch unser tägliches Handeln beeinflussbar und sollte als solche anerkannt und gefördert werden.

AMM-Empfehlungen

Dr. Jörg Spitz über die Grundlagen der Gesundheit Teil 3/4: MENTALE Gesundheit: Depression & Demenz

Hier geht es direkt zu dem Vortrag von Prof. Jörg Spitz: Dr. Jörg Spitz über die Grundlagen der Gesundheit Teil 3/4: MENTALE Gesundheit: Depression & Demenz

Dieser Vortrag ist Teil des Digitalen Kongresspaketes Mentale Gesundheit

Sie können sich die PDF des Vortrages kostenfrei herunterladen

Umfassende und kostenlose Informationen zu dem Thema Demenz und Prävention erhalten Sie kostenfrei beim DSGiP-Stiftungsprojekt Kompetenz statt Demenz