Kinder profitieren von Omega 3

Helena Jansen

Helena Jansen

Freiberufliche Gesundheitswissenschaftlerin [Master of Health Education and Promotion, 2012] - in Projekten rund um Prävention und Gesundheitsförderung tätig
Helena Jansen

Vielen Menschen ist inzwischen bewusst, dass Omega-3-Fettsäuren dank ihrer antientzündlichen Eigenschaften präventive und therapeutische Wirkung bei chronischen Krankheiten wie Multiple Sklerose und Demenz haben.

Aktuell häufen sich in der Omega-3-Forschung allerdings auch Hinweise, dass kleine und sogar ungeborene Kinder von einer verbesserten Omega-3-Versorgung profitieren. Über solche Forschungsergebnisse berichteten im letzten halben Jahr gleich mehrere wissenschaftliche Arbeitsgruppen:

So fand zum Beispiel die Arbeitsgruppe Trebatická et al. (Juli 2017) heraus, dass die Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren eine effektive Zusatztherapie bei der Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen (11 bis 17 Jahre) sind: Nach 12-wöchiger Einnahme von Omega-3-Fettsäuren wiesen die Kinder und Jugendlichen signifikante Verminderungen ihrer depressiven Symptome auf.

Die schwedischen Wissenschaftler Johnson et al. (Januar, 2017) berichten in ihrer placebokontrollierten Doppelblindstudie mit 9- und 10-jährigen Schulkindern,, dass sich durch eine Supplementierung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren die Lesekompetenz sowie die Aufmerksamkeit der Kinder verbessert.

Weiterhin fanden sich Hinweise darauf, dass der Omega-3-Status bei Jugendlichen einen Einfluss auf das zukünftige Entstehen von Herz-Kreislauferkrankungen hat: Die Studie von Gopinath et al. (Februar 2017) zeigte, dass (weibliche) Jugendliche, die vermehrt Fisch und andere Omega-3-haltige Nahrungsmittel konsumieren, ein geringeres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen haben. Dabei diente die Weite der Netzhautarterien als Indikator zur Risikobestimmung.

Chen et al. veröffentlichten im Dezember 2016 eine Übersichtsarbeit über vier Studien im Hinblick auf Omega-3-Supplementierung bei Kindern und Jugendlichen, die an chronischer (nichtalkoholischer) Fettleber erkrankt waren. Aus den Studien war zu schließen, dass Omega-3-Fettsäuren die Leberverfettung inklusive der Leberfunktionen der betroffenen Kinder und Jugendlichen verbessern.

Der Wissenschaftler Judge (Juli 2017) wies in seinem Artikel darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen sind und daher in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle für die  optimalen Entwicklung des Kindes spielen.

Auch das Team um Kuper et al. (Mai 2017) untersuchte den Einsatz von Omega-3 in der Schwangerschaft. Dabei zeigte sich, dass eine Omega-3-Supplementierung bei rauchenden Schwangeren  vor Frühgeburten und einem geringen Geburtsgewicht des Kindes schützt.

Wer sich für dieses Thema interessiert, hat kurzfristig Gelegenheit zwei hochkarätige Experten anzuhören:

Dr. med. Volker Schmiedel und Prof. Dr. med. Jörg Spitz widmen sich in ihrem Seminar am

09. September 2017 in Hofheim dem Thema 

“Omega-3-Fettsäuren: Nährstofftherapie und Maßnahmen des Lebensstils bei chronischen und neurodegenerativen Erkrankungen”.

Das Seminar richtet sich neben Ärzten, Apothekern, Heilpraktikern und Ernährungsexperten auch an interessierte und bereits vorinformierte Laien.

Veranstaltungsort: Vital Hotel Frankfurt, Rhein-Main-Therme GmbH & Co. KG, Niederhofheimer Straße 67, 65719 Hofheim

Uhrzeit: 9:30 – 14:00 Uhr

Kosten: 20,00 €

Weitere Informationen finden Sie in der Einladung zum Seminar.

Sie können sich über das Kontaktformular oder per E-Mail an events@sanomega.net anmelden.