Warum ist Magnesium so wichtig? Bluthochdruck und Magnesium-Supplementierung

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Meta-Analyse spricht für eine günstige Wirkung der Magnesium-Supplementierung auf den Blutdruck

Die September 2017-Ausgabe des American Journal of Clinical Nutrition berichtete über die Ergebnisse einer Meta-Analyse, die zu dem Schluss kam, dass die Supplementierung mit Magnesium mit einer Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks bei Männern und Frauen mit Insulinresistenz, Prädiabetes oder nicht übertragbaren chronischen Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.

“Nach unserem Kenntnisstand ist die Wirkung der Magnesium-Supplementierung auf den Blutdruck bei Personen mit präklinischen oder nicht-übertragbaren Krankheiten bisher nicht in einer Meta-Analyse untersucht worden”, schreibt Daniel T. Dibaba von der Indiana University.

Für ihre Analyse wählten die Forscher 11 randomisierte, kontrollierte Studien mit insgesamt 543 Teilnehmern aus. Die Magnesiumdosen reichten von 365 Milligramm (mg) pro Tag bis 450 mg pro Tag, die 1 bis 6 Monate lang konsumiert wurden. Kontrollgruppen erhielten ein Placebo oder keine Behandlung. Zu Beginn und am Ende der Studien wurde der Blutdruck gemessen.

In einer gepoolten Analyse aller Studienteilnehmer war die Supplementierung mit Magnesium mit einer stärkeren Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks im Vergleich zu den Kontrollen verbunden. Wenn Blutdruckmessungen, die zu Beginn der Studien durchgeführt wurden, mit denen verglichen wurden, die am Ende der Studien gewonnen wurden, war die Nahrungsmittel-Ergänzung mit Magnesium mit einer durchschnittlichen Senkung des systolischen Blutdrucks um 4,18 mmHg und einer Senkung des diastolischen Blutdrucks um 2,27 mmHg verbunden.

Die Autoren stellen fest, dass Magnesium den Blutdruck direkt senken und präklinische Bedingungen für chronische Krankheiten verbessern kann, die beim Menschen zur Entwicklung von Bluthochdruck führen. Magnesium-Supplementierung kann somit eine Rolle spielen, wenn es darum geht, den Kreislauf zwischen den präklinischen Bedingungen für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch die Senkung des Blutdrucks zu durchbrechen”, schreiben sie.

Schlussfolgerung:

“Die gepoolten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Magnesium-Supplementierung den Blutdruck bei Personen mit Insulinresistenz, Prädiabetes oder anderen nicht übertragbaren chronischen Krankheiten signifikant senkt”, schließen Dr. Dibaba und Kollegen.

Die Wichtigkeit von Magnesium, insbesondere als Kofaktor zu Vitamin D, erklärt der Experte im Netzwerk Spitzen-Gesundheit, Dr. med. Arman Edalatpour, in diesem kurzen Lehrvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=vzmB7WDZFx8

Quelle:

Dibaba, D. T., Xun, P., Song, Y., Rosanoff, A., Shechter, M., & He, K. (2017). The effect of magnesium supplementation on blood pressure in individuals with insulin resistance, prediabetes, or noncommunicable chronic diseases: a meta-analysis of randomized controlled trials. The American Journal of Clinical Nutrition. doi:10.3945/ajcn.117.155291