Jörg Spitz

Inhaltsverzeichnis

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Artikelreihe ermöglichen wir Ihnen einen Überblick und das grundlegende Verständnis dazu, warum aus unserer Sicht die Kenntnis der epigenetischen Zusammenhänge in unserem Körper Grundlage und Schlüssel der Prävention und Gesundung, insbesondere bei chronischen Erkrankungen darstellt. Wir versuchen Sie dabei, so weit wie möglich, von bio-medizinischem Fachjargon zu verschonen und stellen Zusammenhänge auf dieser Ebene ggf. vereinfacht dar. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen erhellende und gesundmachende Erkenntnisse.

Bisher erschienen:

Ihr

Jörg Spitz und das Team der AMM

Chronobiologie

Die Chronobiologie ist die Lehre vom zeitlichen Rhythmus biologischer Prozesse. Sie umfasst sowohl Jahres-, Monats- und Wochenrhythmen wie auch zirkadiane, etwa 24-stündige, und sogenannte ultradiane Rhythmen mit einer kürzeren Periodenlänge (hierzu gehören z.B. die Aktivitätsmuster neuronaler Oszillatoren und der Herzschlag). Die Chronobiologie in der Schlafmedizin versucht vor allem zu erklären, wie die Anpassung biologischer Prozesse einerseits an den äußeren Hell-Dunkel-Wechsel und andererseits untereinander gelingt, wie es zu Verschiebungen der Schlaf-Wach-Rhythmik kommt und wie diese zirkadianen Störungen therapierbar sind.

Der zirkadiane Rhythmus

Der zirkadiane Rhythmus hat enormen Einfluss auf unser Schlafen und Wachen. Dieser ca. 24-stündige Rhythmus findet sich in jedem Lebewesen, das länger als einige Tage lebt. Die innere Uhr leitet täglich Signale an alle Gehirnregionen und jedes einzelne Organ. Sie steuert den Rhythmus des Schlafes, der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Sie beeinflusst Stimmungen und Gefühle, die zu produzierende Menge an Urin, die innere Körpertemperatur, den gesamten Stoffwechsel und die Freisetzung vieler Hormone. So kann jeder Mensch an unterschiedlichen Tageszeiten bessere oder schlechtere körperliche Leistungen erbringen. Der zirkadiane Rhythmus findet seinen Höhepunkt am frühen Nachmittag. Das bedeutet zu dieser Tageszeit können wir die beste körperliche Leistung erbringen.

Schlaf

Der Schlaf hat einen sehr hohen Stellenwert für unsere Gesundheit. Es ist weitaus dramatischer für den Menschen, wenn er eine Nacht nicht schläft, als wenn er zu wenig Nahrung für einen Tag aufnimmt oder sich nur wenig bewegt. Eine Nacht ohne Schlaf führt dazu, dass die Qualität des Schlafes der nächsten 6 Tage deutlich abnimmt und bereits nach sieben Tagen mangelhaften Schlafs haben Menschen nachweislich den Stoffwechsel eines Diabetikers.

Nachtschichtarbeit und unregelmäßige Arbeitszeiten sind in modernen Berufen immer häufiger anzutreffen. Und so ist zum Beispiel Schichtarbeit eine Gesundheitsgefahr. Vor allem wenn die Schichten ständig wechseln und auch nachts gearbeitet wird. Die andauernde Störung des zirkadianen biologischen Rhythmus erhöht das Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten. Darunter finden sich die modernen „Killer“ wie Herz-Kreislauf-Leiden, Stoffwechselkrankheiten wie starkes Übergewicht und Diabetes, aber auch Verdauungsstörungen, psychische Leiden aller Art und natürlich Schlafstörungen.

Forscher konnten zeigen, dass mehr als 10 Jahre Schichtarbeit zu einer signifikant beschleunigten epigenetischen Alterung führten [1], einem Marker für biologisches Altern, der mit Morbidität und Mortalität in Verbindung steht.

Ganz konkret konnte Schichtarbeit mit unterschiedlich methylierten CpG-Stellen im Epigenom in Verbindung gebracht werden, einschließlich einer CpG-Stelle im Gen für den zirkadianen Rhythmus ZFHX3.

Schlafhygiene

Wichtig ist, nicht alle Maßnahmen sind für jeden Menschen gleich umsetzbar oder gleich effektiv. Es kann durchaus sein, dass Betroffene bereits einige dieser Maßnahmen unbewusst oder bewusst umsetzen. In diesem Fall können weitere Maßnahmen die Schlafqualität nochmals verbessern. In jedem Fall sind Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, besser beraten auf natürliche Maßnahmen zurückzugreifen als auf pharmakologische Einschlafhilfen, die ein sehr hohes Risikoprofil aufweisen. Zu den natürlichen Werkzeugen gehören u.a.: Lichtgestaltung, Reduktion oder Verzicht von Genussmitteln, gezieltes Intervallfasten, „Digital Detox“ und vieles mehr.

Zusammenfassung

Nehmen Sie Schlafprobleme und lange unregelmäßige Arbeits- und Wachzeiten unbedingt ernst und versuchen Sie über die Gestaltung Ihres Lebensumfelds dem natürlichen zirkadianen Rhythmus wieder näher zu kommen. Und lassen Sie sich bei ausbleibendem Erfolg von erfahrenen Schlaftherapeuten und Epigenetik-Coaches beraten. Ihr epigenetisches Alter wird sich verjüngen!

Begleiten Sie und gerne weiter auf der interessanten Reise durch die Welt der Epigenetik!

Für diejenigen, die tiefer einsteigen wollen…

Über die erste Epigenetik-Coach-Ausbildung Deutschlands über „HealVersity“ vormals „deine Mindbase“ in Zusammenarbeit mit der Akademie für menschliche Medizin, hatten wir schon berichtet und schon eine Vielzahl von Interessenten für den Kurs begeistern können. 

Im Oktober 2022 beginnt nun die nächste Ausbildungsrunde. Alles wichtige zu diesem intensiven und von uns begleitenden Ausbildungsprogramm, welches in einer Zertifizierung endet, finden Sie hier: 

Hier geht es zur Informations- und Anmeldeseite!  

Auch auf das Spitzen-Gespräch zwischen dem Arzt Dr. Manuel Burzler (Mitgründer von deine Mindbase bzw, HealVersity) und Prof. Spitz hatten wir schon hingewiesen. Sie können es sich aber gerne hier noch einmal anschauen: 

Spitzen-Gespräch Epigenetik und Zellen: Prof. Jörg Spitz und Dr. Manuel Burzler

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich über die AMM anmelden bzw. bei der Anmeldung die AMM als Referenz angeben hält „HealVersity“ besondere Vorteile bereit. So erhalten Sie die Möglichkeit im Rahmen der Live-Veranstaltungen des Kurses an einer persönlichen Diskussionsrunde mit Prof. Dr. med. Jörg Spitz teilzunehmen und auf den besonderen Wissens- und Erfahrungsschatz des AMM-Gründers zuzugreifen. Bitte beachten Sie also, bei Ihrer Anmeldung die Akademie für menschliche Medizin als Referenz anzugeben. 

Hier geht es zur Informations- und Anmeldeseite! 

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Beitragsbild:

Foto von Sander Sammy auf Unsplash

Quellen:

  1. White AJ, Kresovich JK, Xu Z, Sandler DP, Taylor JA. Shift work, DNA methylation and epigenetic age. Int J Epidemiol. 2019;48(5):1536-1544. doi:10.1093/ije/dyz027 (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6857743/)
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