Tagarchive: Multimodal

Kurzgefasst: Herzratenvariabilität – das Fenster zur Physiologie des Menschen Dipl.-Ing. F. Wolf

Johanna Ebrecht

Johanna Ebrecht

ist examinierte Physiotherapeutin und Ärztin (Studium der Humanmedizin an der RWTH Aachen, 2016)
Johanna Ebrecht

Aus der Vortragsreihe des 3. Kongresses für menschliche Medizin 2016, Schwerpunktthema Demenz.

https://youtube.com/watch?v=BUX1dWj0LrA

Der vollständige Vortrag ist Teil des digitalen Kongresspakets KMM2016:

KMM2016 – Das digitale Kongresspaket


Hier die essentiellen Aussagen:

  • Die Herzratenvariabilität drückt die Fähigkeit des Organismus zur Veränderung des Herzrhythmus aus.
  • Sie ist ein guter Indikator für die Balance zwischen Sympathikus und Parasympathikus also Regeneration und Aktivierung, ein Verlust der Herzratenvariabilität ist z.B. assoziiert mit Entzündungsreaktionen.
  • Es gibt unterschiedliche Normwerte je nach Alter und Geschlecht.
  • Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit sollten neben der aktuellen Herzfrequenzvariabilität weitere Faktoren herangezogen werden, um ein ganzheitliches Bild zur erhalten.
  • Diese Faktoren sind die individuelle Vulnerabilität oder Verletzbarkeit (z.B. aufgrund durchgemachter Krankheiten), aktuelle Symptome (Müdigkeit, Kopfschmerzen etc.), persönlichkeitsbezogene Stressverstärker (Perfektionismus, Angst, Überforderung) und berufliche, persönliche und familiäre Stressoren.
  • Ein exzellenter Marker der Regeneration ist die Messung der Schlafqualität.
  • Faktoren, die die Qualität des Schlafs über eine Aktivierung des Sympathikus negativ beeinflussen können, sind z.B. eine hohe körperliche Aktivität am Abend, blaues Licht aus elektronischen Geräten vor dem zu Bett gehen ebenso wie Streit, Genussmittel (Alkohol) und die Qualität und Quantität des Abendessens.

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Multiple Sklerose und Lebensstil – Mind Maps zur Bewältigung der Informationsflut

Anno Jordan

Anno Jordan

Studium der Kernphysik Universität Köln, langjährige und heute andauernde Tätigkeit in IT- und Maschinenbauunternehmen. Projektmanagement der Initiative Life-SMS seit 2013. Publikationen und Beratung zu Präventionsaspekten und Lebensstileinflüssen bei Autoimmunerkrankungen (u.a. auch der MS). Die Arbeit schließt den systemischen Blick auf das Immunsystem als nichtlineares komplexes adaptives System mit ein und greift auf Ansätze aus der Physik zurück.
Anno Jordan

Die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und der Behandlung und Prävention chronischer Erkrankungen sind komplex und vielfältig, es gibt weder die monokausale Ursache noch das Wundermittel, das heute eingeworfen morgen alle Probleme der Erkrankung vergessen macht. Insofern bleibt dem Interessierten, Therapeuten oder Betroffenen nichts anderes übrig, als ein eigenes Verständnis für diese Themenfelder zu entwickeln, das sich an der persönlichen spezifischen Lebens-, Arbeits- oder Gesundheitssituation orientiert.

Mind Maps – Kompetenzkarten

Die AMM hat sich zusammen mit verschiedenen Partnern zur Aufgabe gemacht, derartige Zusammenhänge transparent und wissenschaftlich fundiert darzustellen. Den Anfang macht in dieser Hinsicht die im Rahmen des “Life-SMS-Projektes” entwickelte Kompetenzkarte der Life-SMS-Methodik. Diese Mind Map versucht die im Laufe des Projektes gesammelten Informationen und Zusammenhänge sowie die daraus getroffenen Schlussfolgerungen übersichtlich bildlich und interaktiv begreifbar darzustellen.

Die Kompetenzkarte der Life-SMS-Methodik

Ausgehend von einer ersten Ebene entscheidender Punkte mit Bezug zur lebensstil-orientierten Bewältigung der MS, kann jeder Therapeut, Betroffene oder Interessent die Life-SMS-Mindmap dazu nutzen, tiefer in die Thematik einzutauchen und auf zusätzliche Informationen zurückgreifen, die mit den einzelnen “Knoten” der Mindmap verlinkt sind. Diese Verlinkungen verweisen dann auf ausführlichere Texte und Informationen auf lsms.info, life-sms.org, spitzen-praevention.com und geprüften externen Quellen.

2016-mindmap-preview

Sie finden diese Mind Map als erste Vertreterin einer Kompetenzkarte bei der AMM auch in der Rubrik AMM Wissen und Medien.

Selbstverständlich ist die Multiple Sklerose nur ein erstes Beispiel, welches die Stärke einer Mind Map-Darstellung verdeutlichen soll. Die nächste Kompetenzkarte zu den Zusammenhängen zwischen chronischen Erkrankungen und Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren ist schon in Arbeit und wird im Laufe des Monats Januar veröffentlicht.

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Abschließend eine Bitte:

Die oben gezeigte und hier verfügbare Mindmap wurde im Rahmen der Initiativen der gemeinnützigen Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention entwickelt. Das Life-SMS-Projekt ist dabei eines der Kernprojekte. Insofern würden wir uns sehr über eine Spende zugunsten des Projektes freuen. Jede Spende, egal ob Einzelspende oder Dauerspende hilft auch weiterhin solche Informationen zu sammeln und einem breiten Nutzerkreis kostenlos zur Verfügung stellen zu können.

Hier geht es direkt zur Spendenseite:

Zur Life-SMS Spendenseite


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Sichtlich gut: Lebensstiländerung bremsen die Demenz aus – „Proof of Concept“ eines multi-modalen Ansatzes

Jörg Spitz

Jörg Spitz

Facharzt für Nuklearmedizin, Präventionsmediziner, Gründer der Deutschen Stiftung für Gesundheitsinformation und Prävention und der Akademie für menschliche Medizin,Autor/Herausgeber mehrerer Bücher zum Thema Vitamin D, Veranstalter der Konferenzen Vitamin D-Update 2011/2013 sowie des 1. Kongresses für menschliche Medizin, Frankfurt 2014, Entwickler eines ganzheitlichen Präventionskonzepts unter dem Label: Spitzen-Prävention
Jörg Spitz

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Einzelne veränderbare lebensstilbedingte Risikofaktoren wurden schon in vielen Beobachtungsstudien mit dem Demenzrisiko in Verbindung gebracht. In der finnischen „Geriatric“ Interventionsstudie zur Vermeidung kognitiver Beeinträchtigung und Behinderung (FINGER), wurde dieser Nachweis nun in einem randomisiert, kontrollierten und zudem multimodalen Ansatz erbracht. Ein solcher multi-modaler Ansatz hilft offensichtlich, das Risiko des kognitiven Verfalls bei älteren Menschen zu reduzieren.

Details:

In der doppelblinden, randomisierten, kontrollierten Studie wurden 1260 Personen im Alter von 60 bis 77 Jahren aus früheren nationalen Erhebungen rekrutiert. Einschlusskriterien waren ein CAIDE Demenz-Risiko-Wert (kardiovaskuläre Risikofaktoren, Altern und Demenz) von mindestens 6 Punkten und eine Kognitionsleistung auf mittlerem Niveau oder etwas niedriger als für das Alter erwartet. Die Teilnehmer wurden entweder einer 2-jährigen Multidomänen- Intervention (Ernährung, Bewegung, kognitives Training, vaskuläre Risikoüberwachung) oder einer Kontrollgruppe (allgemeine Gesundheitsberatung) zufällig zugeordnet.

Der primäre Endpunkt war die Veränderung der Kognition gemessen über umfassende neuropsychologische Tests: (NTB) Z-Score.

Ergebnisse:

Bemerkenswerterweise hatte sich am Ende der zweijährigen Studienperiode die kognitive Leistung sowohl bei den Probanden der Interventionsgruppe als auch bei den Teilnehmern in der Kontrollgruppe verbessert. Die Studienautoren um Ngandu vermuten, dass bereits die einleitende Beratung für alle Studienteilnehmer und das regelmäßige Feedback auf mögliche Risikofaktoren essentiell zu den gemessenen Veränderungen beigetragen haben könnten.

Das bedeutendste Ergebnis ist jedoch, dass der NTB-Summenwert zu allen Testkomponenten in der Interventionsgruppe um 25% mehr zunahm als in der Kontrollgruppe (Z-Score: +0,20 in der Interventionsgruppe vs +0,16 in der Kontrollgruppe).

In der Faktoren-Analyse der einzelnen NTB-Komponenten erwiesen sich dabei besonders die Verarbeitungsgeschwindigkeit und die exekutiven Funktionen, also strategisches Handeln, Impulskontrolle und Aufmerksamkeitssteuerung, als maßgeblich. So verbesserten sich in der Interventionsgruppe die Verarbeitungsgeschwindigkeit um 150% (Z-Score +0,10 vs +0,04) und die Exekutivfunktionen um 83% (Z-Score: +0,09 vs +0,05).

FAZIT: Die Ergebnisse dieser großen, langfristigen, randomisierten, kontrollierten Studie legen sehr nahe, dass eine multimodale Intervention zu einer Verbesserung oder Erhaltung der kognitiven Funktionen bei Demenz gefährdeten älteren Menschen in der allgemeinen Bevölkerung führen können.

Auch wenn es bei dieser Studie nicht um Multiple Sklerose, sondern um Demenz gegangen ist, stützen die Ergebnisse eindeutig den multimodalen Ansatz der „Lebensstilstrategien“ des Life SMS Konzeptes.

Quelle: A 2 year multidomain intervention of diet, exercise, cognitive training, and vascular risk monitoring versus control to prevent cognitive decline in at-risk elderly people (FINGER): a randomised controlled trial, Ngandu, Tiia et al. – The Lancet / DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(15)60461-5


Literatur zum Thema:

Die Alzheimer-Lüge – Die Wahrheit über eine vermeidbare Krankheit

 

Autor: Michael Nehls, Erscheinungsjahr: 2014

 

 


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